Haushaltsentwurf 2027 für den Landkreis Konstanz

LANDKREIS KONSTANZ – Am 2. November brachte Landrat Zeno Danner den Entwurf des Haushaltsplans 2027 in den Kreistag ein. Der Ergebnis­haus­halt ist mit Erträgen und Aufwendungen von jeweils 526,2 Mio. Euro ausgeglichen. Die Kreisumlage liegt derzeit vorläufig bei 36,90 v. H. Der Land­rat kündigte an, den Hebesatz im Laufe der Beratungen noch senken zu wollen.

Landrat Zeno Danner am Rednerpult während der Kreistagssitzung
Landrat Zeno Danner bei seiner Rede zur Einbringung des Haushaltsentwurfs 2027 in der Kreistagssitzung am 2. November 2026. Bildnachweis: Landratsamt Konstanz

Landrat Zeno Danner betonte, dass es sein Ziel bleibe, das Vorjahresniveau des Kreisumlagehebesatzes erneut zu erreichen. „Wir können nicht unsere Unterfinanzierung, die auf Kreisebene zu großen Teilen durch Aufgaben von Bund und Land entsteht, einfach bei den Städten und Gemeinden über die Kreisumlage decken. Städte und Gemeinden müssen Geld für freiwillige Aufgaben im Bereich von Kultur, Sport und Gesellschaft übrighaben, denn bei ihnen spielt sich das Leben ab.“ Daher prüfe die Landkreisverwaltung weitere Einsparmöglichkeiten, auch im Hinblick auf die Entwicklung des Stellenplans, um dem Kreistag im Laufe der Beratungen noch möglichst deutliche Verbesserungen vorlegen zu können.
 
Bei einem Hebesatz von 36,90 v. H. würde das Aufkommen gegenüber 2026 um 31,23 Mio. Euro auf rund 216 Mio. Euro steigen. 2026 waren es bei einem Hebesatz von 34,00 v. H. 184,8 Mio. Euro.
 
Für den Gesundheitsverbund Landkreis Konstanz (GLKN) sind Betriebs­mit­tel­­zuschüsse von 19 Mio. Euro vorgesehen. 2026 waren es 22,5 Mio. Euro. Die Auswirkungen des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes auf den Be­trieb des GLKN spielen dabei eine große Rolle. Für den Kranken­haus­neu­bau am Standort Singen Nordstadt sind 2027 Planungskosten von 1 Mio. Euro vorge­sehen.
 
Der Zuschussbedarf im Sozialbereich steigt gegenüber 2026 um 16,9 Mio. Euro. Die Bewirtschaftungskosten für Gebäude sinken von 7,1 auf 6 Mio. Euro. Die Mietaufwendungen gehen von 3,1 auf 2,4 Mio. Euro zurück. Die Personalaufwendungen erhöhen sich um 2,4 %.
 
Investitionen sind im Umfang von 48 Mio. Euro vorgesehen. Davon entfal­len 22,2 Mio. Euro auf das Berufsschulzentrum Konstanz. Die Nettoneu­ver­schul­dung beträgt 25,4 Mio. Euro. Der Schuldenstand steigt zum Ende des Jahres 2027 voraussichtlich auf 166,6 Mio. Euro.