
Frische Ideen für die Bio-Markthalle: Studierende gestalten Messeauftritt
LANDKREIS KONSTANZ – Die Bio-Musterregionen Bodensee, Biberach und Ravensburg entwickeln ihren Auftritt auf der Oberschwabenschau weiter. Studierende der DHBW Ravensburg brachten dafür neue Impulse ein. Das Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Baden-Württemberg unterstützt das Vorhaben mit knapp 20.000 Euro Fördermitteln.
Vom 14. bis 18. Oktober 2026 öffnet die Oberschwabenschau in Ravensburg ihre Tore. Die Bio-Markthalle zieht dabei erstmals in die Halle 13. Seit 2024 organisieren die drei Bio-Musterregionen Bodensee, Biberach und Ravensburg die Halle gemeinsam mit der Ravensburger Veranstaltungsgesellschaft. Bis zu acht kleinere Betriebe pro Region erhalten durch eine Förderung vergünstigte Standplätze, um ihre Höfe und Produkte vorzustellen. Besucherinnen und Besucher probieren regionale Lebensmittel und lernen den ökologischen Landbau kennen. Zugleich vernetzen sich die Ausstellenden. In den vergangenen Jahren entstanden daraus bereits feste Kooperationen.
Unter dem Projekttitel „Marktplatz der Zukunft“ entwickelten Studierende der DHBW Ravensburg aus den Studiengängen „Agrarwirtschaft“ sowie „Messe-, Event- und Kongressmanagement“ neue Konzepte. In drei freiwilligen Workshops erarbeiteten sie Ideen, um die Halle attraktiver zu machen und gezielt Kinder sowie junge Familien anzusprechen. Zudem verfassten sie einen Aussteller-Leitfaden für Kundenbindung und Wissensvermittlung, der Betrieben auch über die Messezeit hinaus nützt. Die bewilligten Landesfördermittel in Höhe von knapp 20.000 Euro machen die Umsetzung nun möglich.
„Das Projekt verbindet akademische Ausbildung und regionale Praxis. Daran sind wir als Duale Hochschule immer interessiert und sind daher sehr glücklich, dass die Bio-Musterregionen dazu auf uns zugekommen sind“, so Professor Stefan Luppold, der den Studiengang Messe-, Event- und Kongressmanagement an der DHBW Ravensburg leitet.
„Die Arbeit mit den Studierenden war sehr gewinnbringend. Ich denke wir haben alle viel voneinander gelernt, denn hier trafen ganz unterschiedliche Expertisen aufeinander. Das hilft einen neuen Blick auf die eigenen Themen zu gewinnen. Ich war begeistert mit wie viel Engagement die Studierenden bei einem für sie freiwilligen Projekt bei der Sache waren.“, so Hilde Straub, Regionalmanagerin der Bio-Musterregion Biberach.
Auf einer neuen Aktionsfläche können Messegäste künftig Stoffbeutel bemalen, ein Quiz lösen oder sich im Wettmelken messen. Für Kinder liegt ein kostenloses Stickerbuch bereit: Wer alle Sticker an den Ständen sammelt, erhält am Stand der Bio-Musterregionen eine Überraschung. Die Zusammenarbeit mit der Hochschule geht weiter: Im kommenden Semester wollen die Bio-Musterregionen ein Thema für ein Integrationsseminar an der DHBW Ravensburg einreichen.