Inklusion-Sport-Tag

Grafik, die anhand farbiger Punkte die Begriffe Exklusion, Integration und Inklusion veranschaulicht
Quelle: Aktion Mensch

        Wir begrüßen Sie zum„Inklusion-Sport-Tag“amFreitag, 15. Juli 2022 im Münchriedstadion in Singen

Grußwort Zeno Danner, Landrat Landkreis Konstanz

Portrait Zeno Danner

Liebe Sportlerinnen und Sportler,
sehr geehrte Gäste,
 
mit dem „Inklusion-Sport-Tag“ im Münchriedstadion führen wir das 2018 ins Leben gerufene Projekt fort. Nach über zwei Jahren der Corona-Pandemie ist es wichtig, diese Veranstaltung schnellst­möglich wieder aufleben zu lassen und Begegnungen im Namen des Sports zu ermöglichen.
 
Der Alltag in der jüngeren Vergangenheit zeigt uns, wie schnell sich Menschen aufgrund von Intoleranz voneinander entfernen. Gleichzeitig haben wir aber auch in den jüngsten Krisen bewiesen, dass wir als Gesellschaft zusammenhalten und für die Rechte anderer einstehen.
 
Das Recht auf Inklusion ist in nationalen und internationalen Konventionen festgeschrieben. In der tagtäglichen Umsetzung zeigt sich jedoch, dass die Teilnahme an Sportaktivitäten für Menschen mit Behinderung leider häufig mit großen Hürden verbunden ist und keine Gleichberechtigung erfährt.
 
Inklusion ist ein wichtiger Baustein, um dem entgegenzuwirken. Eine funktionierende Gesellschaft entfaltet sich nur, wenn wir mit Respekt aufeinander zugehen und in einen offenen Dialog auf Augenhöhe treten. Der „Inklusion-Sport-Tag“ trägt dazu bei, diesen Gedanken bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie allen nationalen und internationalen Gästen weiter zu verankern.
 
Ich bin stolz darauf, dass wir gemeinsam mit den Schirmherren, Sponsoren, Unterstützern und Organisatoren diese wichtige Veranstaltung anbieten. Ein Blick in das Programm verspricht einen spannenden Tag mit tollen Begegnungen. Dem Einsatz aller Beteiligten gilt mein ganz besonderer Dank.
 
Abschließend möchte ich die besondere Aufmerksamkeit auf die anwesenden Athletinnen und Athleten richten. Sie werden in verschiedenen Disziplinen mit und ohne Behinderung sportliche Höchstleistungen zeigen. Ich lade Sie alle herzlich dazu ein, im fairen Wettkampf miteinander in Kontakt zu kommen und Inklusion tatsächlich zu leben.
 
In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen geselligen und aktiven Tag.
 
Herzlichst
Ihr Zeno Danner

Grußwort Manne Lucha, Minister für Soziales und Integration BW

Portrait Minister Manne Lucha

Sport verbindet und schafft Gemeinsamkeiten, gegenseitige Achtung, Akzeptanz und Respekt. Vorurteile, Barrieren im Kopf und Berührungsängste werden abgebaut. Sehr gerne habe ich deshalb in diesem Jahr die Schirmherrschaft für den ersten Inklusion-Sport-Tag 2022 des Landkreises Konstanz übernommen.
Sport ist ein wahrer Inklusionsmotor und fördert die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen an der Gesellschaft. Durch den Sport sprechen alle dieselbe Sprache, haben dasselbe Ziel – und am Ende des Tages gemeinsam eine Menge Spaß. Initiativen wie der Inklusions-Sport-Tag zeigen einmal mehr: Baden-Württemberg ist das Land der Vielfalt – und darauf können wir zurecht stolz sein. Auch die Landesregierung wird sich weiterhin konsequent für eine Gesellschaft einsetzen, in der jede und jeder in Freiheit und Würde leben kann – unabhängig vom sozialen Hintergrund, körperlichen Voraussetzungen, Geschlecht oder sexueller Identität, Religion und Herkunft.
Das alles wäre allerdings ohne den tatkräftigen Einsatz der vielen Ehren- und Hauptamtlichen nicht möglich. Sie schaffen mit viel Engagement und Herzblut auch beim Inklusion-Sport-Tag 2022 die Voraussetzungen für eine reibungslose Veranstaltung. Für dieses großartige Engagement möchte ich mich bei allen Beteiligten im Namen der Landesregierung sehr herzlich bedanken. Ein ganz besonderer Dank gebührt auch dem Behindertenbeauftragten des Landkreises Konstanz, Herrn Oswald Ammon, für seinen unermüdlichen Einsatz.
Allen Athletinnen und Athleten wünsche ich viel Erfolg und einen hoffentlich verletzungsfreien Tag. Den Besucherinnen und Besuchern wünsche ich spannende sowie faire Wettkämpfe und viel Freude im Stadion.

Ihr
Manne Lucha

Minister für Soziales, Gesundheit und Integration
Baden-Württemberg

Grußwort Simone Fischer, Landesbehindertenbeauftragte Baden-Württemberg

Portrait Simone Fischer

"Ich freue mich, dass der erste kreisweite Inklusion-Sport-Tag im Landkreis Konstanz heute in dieser Form stattfindet. Er ist Spielstätte, Schaufenster und Plattform, um Wettkämpfe zu präsentieren sowie die Kraft des Sports für die Einzelne und den
Einzelnen, sowie für die Gemeinschaft, zu würdigen. Dieser Tag bietet die Chance, dass wir Möglichkeiten finden, diese Kraft inklusiv weiterzuentwickeln und gemeinsam weiter voranzugehen.
 
Wir alle wissen: Sport und Gemeinschaft sind wichtige Schlüssel für die gleichberechtigte Teilhabe aller am Leben in der Gesellschaft.
 
Dies gilt umso mehr, als wir in einer Zeit leben, die wie kaum eine andere vor ihr über Leistung definiert wird. Und in der uns die Corona-Pandemie gezeigt hat, dass das Miteinander und Begegnungen wichtiger sind denn je.
 
Im Sport ist vieles möglich, auch für Menschen mit Behinderungen. Sport hält fit und gesund. Wer Sport treibt, überwindet persönliche Grenzen, stärkt sein Selbstvertrauen und fördert seine persönliche Entwicklung.
Sportler*innen erleben Gemeinschaft, feiern Erfolge miteinander und überwinden gemeinsam Niederlagen. Sport kann für Prävention und Rehabilitation sorgen. Als Team und Mannschaftssport ermöglicht er Teilhabe und fördert soziale Kontakte. Sport verbindet.
 
Er schafft Begegnung und bietet einen niederschwelligen, gleichwohl wirksamen Zugang zu einem inklusiven Miteinander. Im Idealfall erfahren dies bereits Kinder und Jugendliche.
 
Menschen mit und ohne Behinderungen brauchen barrierefreie Zugänge zu allen gesellschaftlich relevanten Bereichen, auch zu Sportangeboten. Sie brauchen offene Türen, Herzen und zupackende Hände, damit sie willkommen sind, dann auch konkret mitmachen können und sich sportlich betätigen können.
 
Es geht um Teilhabe. Natürlich geht es auch um Teilgabe – das heißt: wo finden wir Chancen, Plätze und Räume, uns einzubringen und unsere Gesellschaft, einen Verein, ein Team mit unseren Talenten zu bereichern?
 
Wenn wir ein Land sein wollen, in dem wir Miteinander stark sind, in dem wir Leistung auch anders definieren und sich alle als gleichwertige Mitglieder unserer Gesellschaft fühlen können, müssen wir dafür sorgen, in allen Lebensbereichen Barrieren abzubauen, Angebote weiter zu öffnen und den Gemeinschaftsgeist zu entwickeln, der beispielsweise den Sport so einzigartig macht.
 
Freizeit- wie Spitzensportler*innen mit Behinderungen erzielen beachtenswerte Erfolge zum Beispiel bei den Paralympics, den Special Olympics, bei Welt-, Europa- oder bei Deutschen- und Regionalmeisterschaften und gerade in den Vereinen und im Breitensport vor Ort.
 
In den letzten Jahren haben sich die Sportarten innerhalb des deutschen Sports rasant entwickelt. Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen, auch mit mehrfachen und geistigen Behinderungen, können in verschiedenen Alters- und Leistungsklassen Sport treiben.
 
Wir brauchen nachhaltige Strukturen, damit Inklusion auch im Sport selbstverständlich verankert ist. Dabei können auch Kümmerer*innen vor Ort in den Vereinen helfen, die sich engagieren und für das inklusive Sporttreiben einsetzen.
 
Beispielsweise hat der MTV Stuttgart als erster Sportverein in Baden-Württemberg eine hauptamtliche Inklusionsmanagerin angestellt. Der Gedanke der Inklusion muss Kompass unserer Gesellschaft sein, damit wir gute Lebensgrundlagen für alle
Menschen erreichen.
 
Inklusion ist unser gesellschaftlicher Auftrag. Wenn sie uns in Kita, Schule, bei der Arbeit, gerade auch im Alltag nicht gelingt, ist die Folge die Trennung der Gesellschaft in Menschen mit Behinderungen und Menschen ohne Behinderungen. Dass Isolation unmenschlich sein kann, haben uns die Folgen der Corona-Pandemie gezeigt.
 
Sport kann heilsame Wirkung haben. Der gemeinsame Sport verbindet Menschen mit und ohne Behinderung. Richtig ist, er verbindet: Menschen! Er fördert die Gemeinschaft, schafft Begeisterung und trägt zu mehr Akzeptanz bei. Die Vielfalt der Menschen bereichert unsere Gesellschaft.
 
Sport trägt in entscheidender Weise dazu bei, dass Menschen sich begegnen, voneinander erfahren und gleichberechtigt teilhaben können. Oft hilft es, einfach mal zu machen und einen Anfang zu wagen. Wie heute mit dem Inklusion-Sport-Tag.
Ab diesem Jahr soll er alljährlich in einer anderen Stadt im Landkreis Konstanz stattfinden. So schaffen Sie eine Kultur des Ermöglichens.
 
An dieser Stelle gilt mein herzlicher Dank Oswald Ammon und Zeno Danner für den Landkreises Konstanz sowie der Stadt Singen am Hohentwiel, die gemeinsam mit vielen Partner*innen nach diesem Motto Chancen und Möglichkeiten im und durch Sport aufzeigen und bieten. Sie leisten einen wichtigen Beitrag!
 
Ich möchte auch weitere Städte und Vereine im Landkreis ermutigen, gemeinsam weiter dazu beizutragen, dass sich Türen öffnen und weitere Schritte getan werden, um Strukturen im Sport barrierefrei und inklusiv zu entwickeln.
 
Allen Sportler*innen, Gästen, Mitwirkenden und Engagierten, die zu diesem ersten Inklusions-Sport-Tag beigetragen haben, möchte ich von Herzen danken.
 
Sie zeigen großartige Inklusionsbemühungen und auch Erfolge. Ihnen allen wünsche ich spannende Wettkämpfe und eine gelingende Veranstaltung, wertvolle Begegnungen und vielfältige Antworten auf Fragen, wie: „Inklusion im Sport – wie gehen wir beherzt gemeinsam weiter voran?“.
 
Eine inklusive Gesellschaft lebt durch Vielfalt und Akzeptanz, sie schließt alle ein. Lassen Sie uns weiter daran arbeiten, voranzukommen, um ein in jeder Hinsicht barrierefreies Land zu sein."

Grußwort Dr. Lina Seitzl, MdB

Portrait Lina Seitzl

"Sportliche Betätigung ist wichtig, unabhängig von der Altersgruppe, dem Geschlecht oder der körperlichen Konstitution. Sport ist nicht nur gut für die Gesundheit und das körperliche Wohlbefinden, oft dient er auch als Ausgleich von Arbeit, Schule oder Studium. Nicht zuletzt fungiert Sport als sozialer Treffpunkt und sorgt dafür, dass Beziehungen geschlossen werden und erhalten bleiben. Gerade während der Corona-Pandemie haben viele die Möglichkeit des gemeinsamen Trainierens und Schwitzens schmerzlich vermisst. Sie hat uns gezeigt, welch großen Stellenwert das gemeinsame Sporttreiben für uns alle hat.

Leider sind von dieser großartigen Möglichkeit Menschen mit Behinderung oft ausgeschlossen. Dabei gibt die UN-Behindertenrechtskonvention Menschen mit Behinderung das Recht überall mitzumachen,  auch beim Sport. Inklusion ist kein „nice-to-have“ oder eine nette Option, sondern es ist ein Menschenrecht. Sport ist dabei ein wichtiger Hebel zur Sichtbarkeit und Verankerung von Inklusion in unserer Gesellschaft und im alltäglichen Leben. Nirgendwo kommen Menschen so schnell und direkt in Kontakt wie beim gemeinsamen Sporttreiben. Deswegen ist es so wichtig, Inklusion im Sport weiter zu fördern und so Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für Alle zu ermöglichen.

Die Möglichkeit, dass  Menschen mit und ohne Behinderung miteinander Sport machen, muss weiter ausgebaut werden. Es ist nach wie vor ein großes Problem, dass Trainingsräume und Sporthallen in den meisten Fällen nicht barrierefrei sind, dass es zu wenig Assistenz für Sportlerinnen und Sportler mit Behinderung gibt und dass Inklusion im Sport zu wenig finanzielle Förderung in Deutschland bekommt.  Deshalb steht die Politik in der Pflicht, Hürden abzubauen, flächendeckend Voraussetzungen für den gemeinsamen Sport zu schaffen und mehr in die Inklusion im Sport zu investieren. Das gilt sowohl für den Spitzensport aber auch im Besonderen für den Breitensport.

Der heutige „Inklusion-Sport-Tag“ erzeugt Sichtbarkeit und zeigt, dass Inklusion im Sport hervorragend funktionieren kann. In den  Wettkämpfen werden sich Sportler mit körperlicher, geistiger oder ganz ohne Behinderung miteinander messen.

An dieser Stelle möchte ich herzlich Landrat Zeno Danner, dem Behindertenbeauftragten im Landkreis Konstanz, Oswald Ammon, der austragenden Stadt Singen am Hohentwiel und den vielen Helferinnen und Helfern danken. Mit diesem Tag zeigt der Landkreis Konstanz, welch wichtigen Beitrag Sport zur Inklusion im Alltag leistet."

Grußwort Dorothea Wehinger, MdL

Portrait Dorothea Wehinger

"Der Inklusion-Sport-Tag 2022 sendet ein starkes Zeichen des Miteinanders aus, das wegweisend für den gesamten Sport ist und ich freue mich sehr, dass dieser Tag mit seinem bunten Programm in Singen stattfindet. Besonders hervorheben möchte ich zuallererst das Engagement und den unermüdlichen Einsatz unseres Behindertenbeauftragten für den Landkreis Konstanz, Herrn Oswald Ammon. Als Deutscher Para Leichtathletik-Meister seiner Altersklasse im Diskuswerfen und Kugelstoßen, ist Oswald Ammon prädestiniert dafür, einen Tag, wie den Inklusion-Sport-Tag zu organisieren. Ich danke Herrn Ammon herzlich für die Idee und die Umsetzung dieses Events in Singen.
 
Inklusion beginnt bereits in der Kita und der Grundschule. Wenn wir schon bei unseren Kleinsten anfangen, den Gedanken des respektvollen Miteinanders zu leben, dann stellen wir die richtigen Weichen. Der Sport spielt hierbei eine wichtige Rolle: Er ist besonders geeignet sich kennenzulernen, gemeinsam Freude an der Bewegung zu haben, Kräfte zu messen und Vorurteile abzubauen. Sport beflügelt uns und schweißt zusammen!
 
Eine Besonderheit des Inklusion-Sport-Tags sind die gemeinsamen Wettkämpfe von Menschen mit und ohne Behinderung, bei denen beispielsweise Promis im 100-Meter-Lauf, beim Kugelstoßen oder beim Rollstuhl-Parkour gegen ParalympicsteilnehmerInnen antreten. Durch diese Art des gemeinsamen Wettstreits begegnen sich die TeilnehmerInnen auf Augenhöhe, nicht nur bildlich gesprochen, sondern auch physisch. Eben diese gemeinsamen Wettkämpfe sehe ich als Kernstück der Inklusion durch Sport - dadurch werden die mentalen Barrieren abgebaut, die leider noch oft vorhanden sind. Denn Inklusion bedeutet auch unsere Gesellschaft in den Köpfen barrierefrei zu gestalten.
 
Wir als PolitikerInnen sind gefordert und durch die UN-Behindertenrechtskonvention dazu verpflichtet, die bestmöglichen Voraussetzungen für gelingende Inklusion zu schaffen – dazu gehören inklusive Bildungsangebote, kulturelle Begegnungen, Abbau physischer und digitaler Barrieren sowie Aufklärung und die Schaffung von Chancengleichheit. Daran arbeiten wir zusammen mit Organisationen, Verbänden, Angehörigen und zahlreichen Ehrenamtlichen, ohne die eine gelingende Inklusionsarbeit nicht möglich wäre.
 
Ich wünsche allen Teilnehmenden viel Erfolg und Freude bei den bevorstehenden Wettkämpfen. Alle Mitwirkenden tragen dazu bei, dass Inklusion nicht nur ein Wort ist, sondern gelebte Praxis. Dafür danke ich Ihnen von Herzen."

Grußwort Frank Hämmerle, Altlandrat

Portrait Frank Hämmerle

"Liebe Sportler, Menschen mit und ohne Behinderung!
 
Vor 4 Jahren ,2018, durfte ich mit Oswald Ammon den ersten Inklusionssporttag im Landkreis Konstanz eröffnen.
 
Das war eine tolle Erfahrung: der Sport, der Wettkampf, das gegenseitige Respektieren und Annehmen und die sportliche Kameradschaft sind mir noch gut in Erinnerung.
 
Ich freue mich, dass dieses Ereignis jetzt eine Neuauflage erfährt!
 
Wieder in Singen im Münchriedstadion: das muss Tradition werden!
 
Im Sinne des Miteinanders, der Integration und des Sports!
 
Herzlichen Dank an die Organisatoren, die Helfer, die Stadt und den Landkreis - und ganz besonders an meinen langjährigen Wegbegleiter Oswald Ammon!
 
Die Spiele mögen beginnen!"

Grußwort Andreas Jung, MdB

Portrait Andreas Jung

"Unsere Gesellschaft ist bunt und vielfältig. Und wir alle profitieren jeden Tag davon, dass Menschen mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen, Fähigkeiten und Interessen zusammenleben und - arbeiten.

Nichts anderes bedeutet Inklusion: Ob mit oder ohne Handicap - alle dürfen mitmachen, niemand soll ausgegrenzt werden. Die dahinter stehenden Werte von Respekt und Toleranz werden in nur wenigen gesellschaftlichen Bereichen so präsent in den Vordergrund gehoben, wie beim Sport. Ob im Breiten- oder im Spitzensport: Sportler haben Spaß daran, sich mit ihren Gegnern im fairen Wettkampf auf Augenhöhe zu messen. Wenn sich Menschen mit und ohne Behinderung dann gemeinsam sportlichen Herausforderungen stellen, werden nicht nur Körper und Geist gefordert, es wird auch ein wichtiger Beitrag zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft geleistet.

Alle Augen richten sich an solchen Tagen auf die aktiven Athletinnen und Athleten. Ihnen wünsche ich erfolgreiche und verletzungsfreie Wettkämpfe. Eine Veranstaltung dieser Art wäre aber nicht denkbar, ohne eine Vielzahl von Helferinnen und Helfern im Hintergrund. Mein besonderer Dank gilt deshalb Oswald Ammon sowie allen Beteiligten, die durch Ihren persönlichen und finanziellen Einsatz zum Gelingen dieser Veranstaltung beitragen.</justify><justify> </justify><justify>Allen Zuschauerinnen und Zuschauern wünsche ich spannende Stunden und interessante Wettkämpfe."

Grußwort als PDF

Grußwort Hans-Peter Storz, MdL

Portrait Hans-Peter Storz

"Sport ist Leidenschaft.

Sich nach einem anstrengenden Tag körperlich zu verausgaben, entspannt sowohl den Körper als auch den Geist. Für mich und viele andere Menschen ist ein Leben ohne Wandern, Fahrradfahren, Klettern oder Skifahren nicht vorstellbar.

Sport ist der Gesundheit förderlich, es entfesselt körperliches und geistiges Potential und es lässt zu, dass wir über uns selbst hinauswachsen.

Umso wichtiger ist es mir, sicherzustellen, dass alle Mitglieder unserer Gesellschaft an der Vielfalt des Sports und all seinen Facetten – seien es Freundschaftsturniere, professionelle Wettkämpfe oder Freizeitveranstaltungen – gleichermaßen teilhaben können.

Als Vorsitzender des Stadt-Turnverein Singen 1883 e.V. und als Landtagsabgeordneter setze ich mich bereits seit einiger Zeit für einen fairen Zugang zum Sport bei uns vor Ort ein. Aus diesem Grund habe ich bereits unterschiedliche Wettkämpfe und Meisterschaften mitorganisiert im Rahmen derer sich Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen sowie Menschen ohne Behinderung gemeinsam sportlich betätigen und einander zu Bestleistungen „pushen“. Durch die Organisation dieser Veranstaltungen habe ich erfahren, welche Hürden wir als Gesellschaft in Sachen Barrierefreiheit noch nehmen müssen.

Aber nicht nur der körperliche Aspekt des Sports ist wesentlich. Auch der soziale Charakter – ob in einer Mannschaft, einem Verein oder mit Freundinnen und Freunden – ist grundlegend.

Sport bringt Menschen aus allen Orten, gesellschaftlichen Bereichen und Lebensrealitäten zusammen. Durch gemeinsames Sporttreiben und den fairen Umgang miteinander entstehen Vertrautheit und Freundschaft. Aber auch gegenseitiges Verständnis für die Bedürfnisse, Fähigkeiten und die Grenzen des Gegenübers sind von Bedeutung. Deswegen muss Inklusion – nicht zuletzt im Sport – bereits von klein auf gelebt werden.

Gemeinsam Sport treiben, sich auspowern, einander motivieren und anspornen – das zählt.

Ich freue mich sehr über den Inklusion-Sport-Tag in Singen und kann es kaum erwarten selbst an den Start zu gehen.

Mein besonderer Dank gilt Herrn Ammon als Behindertenbeauftragten im Landkreis Konstanz. Gemeinsam haben wir uns bereits mehrfach zu den vielfältigen Möglichkeiten inklusiver Sportangebote bei uns vor Ort ausgetauscht. Ich freue mich auf viele weitere Begegnungen und natürlich sportliche Ertüchtigungen. Ebenso danke ich unserem Landrat Zeno Danner sowie allen motivierten und engagierten Helferinnen und Helfern, sowie Sportlerinnen und Sportlern, die den Inklusion-Sport-Tag am 15. Juli zu einem freudigen Erlebnis machen werden."

Grußwort Bettina Armbruster, Staatliches Schulamt Konstanz

Portrait Bettina Armbruster

"Im Landkreis Konstanz lernen eine Vielzahl von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung miteinander an über 30 inklusiven Schulstandorten.

Seit der Änderung des Schulgesetzes Baden-Württemberg 2015 haben Eltern von Kindern mit einem Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot die Wahl zwischen einem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) und der inklusiven Beschulung an einer allgemeinen Schule.
Ziel des gemeinsamen Lernens ist die vollständige Teilhabe am schulischen Lernen in der allgemeinen Schule. Schule und Gesellschaft müssen hierzu Rahmenbedingungen schaffen, damit dieses Recht vollständig umgesetzt werden kann.
 
Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung bringen unterschiedliche Fähig- und Fertigkeiten mit in die Schule und entwickeln im Idealfall ihre Talente in den unterschiedlichsten Bereichen. Erfolge oder auch nichterfüllte Erwartungen und Enttäuschungen als auch der Umgang damit, bereiten Kinder und Jugendliche auf ihr späteres Leben vor.
 
Das Fach Sport oder wenn wir es weiter fassen wollen, das Handlungsfeld Bewegung, Spiel und Sport eröffnet den jungen Menschen sich in besonderer Weise als selbstwirksam zu erleben.
 
Bewegen im Wasser, Ballspiele, Trampolinspringen, Bewegungslandschaften, aber auch Mannschaftsspiele, Leichtathletik, Turnen und vieles andere mehr, ermöglichen den jungen Menschen ihren Leistungswillen und ihr Leistungsvermögen zu zeigen, sich einzubringen und dabei zu sein. Haben sie dann noch Pädagogen und Pädagoginnen an ihrer Seite, die sie in ihren Möglichkeiten unterstützen, sie fordern und fördern, so schaffen es viele dieser Kinder und Jugendlichen über ihre Grenzen hinaus großartige Leistungen zu erreichen.
 
Die unbändige Freude, der Austausch und der Leistungsvergleich bei einem Spiel- und Sporttag, wirkt sich auch auf die Anstrengungsbereitschaft in vielen anderen Bereichen aus und bewirkt nicht selten die Anerkennung im sozialen Status in der Gruppe.
 
In der Zeit der Corona-Pandemie waren viele Sportarten im Unterricht nicht möglich, zeitweise musste jeglicher Kontaktsport vermieden werden. Umso erfreulicher ist es, dass diese gemeinsame Veranstaltung nun stattfinden kann. Allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen der Wettbewerbe wünscht das Staatliche Schulamt viel Freude und Erfolg.
 
Ein besonderer Dank gilt allen Organisatoren, die diese Veranstaltung erst möglich machen."

Veranstaltungsprogramm

  Verpflegung: Caritas Singen-Hegau, Caritas Konstanz, Lebenshilfe Singen-Hegau /
Konstanz, Diakonisches Werk Radolfzell, KIWANIS-Club Singen
 
9:00 Uhr Beginn der Veranstaltung

Begrüßung:
Stadionsprecher Matthias Berg
„ZDF-Experte“ und Co-Moderator bei den Paralympics 27 Medaillen bei Paralympics und Weltmeisterschaften

M.A. Oswald Ammon & Daniel Baerwind
 
9:10 Uhr Minister Manne Lucha MdL -Schirmherr
Minister für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg

 
Landrat Zeno Danner, Konstanz & OB Bernd Häusler, Singen  
9:20 Uhr  Läufe -Menschen mit verschiedener Behinderung Haldenwang-Schule Singen (SBBZ)  
10:00 Uhr 100m-Läufe mit Promis gegen Para Teilnehmer*innen  
10:30 Uhr Rollstuhl-Parkour - Promis gegen Paralympics-Teilnehmer*innen  
11:00 Uhr Kugelstoß - mit und ohne Behinderung  
12:30 Uhr Mittagspause / Autogrammstunde / Paravan Vorführung  
13:00 Uhr Siegerehrungen: Sportabzeichen mit Urkunde     
15:00 Uhr Ende der Veranstaltung  

Veranstaltungsort

Die Wettkampfstätte ist das Münchriedstadion in Singen.

Münchriedstadion
Münchriedstraße
78224 Singen
Lage auf google maps

Anwesende Gäste und Aussteller

Anwesende Paralympics-Teilnehmer*Innen und Deutsche Meister

Als besonderes Highlight ist es gelungen, zahlreiche Paralympics-Teilnehmer*Innen von Tokyo 2021 und Peking 2022 sowie Deutsche Meister einzuladen.

Autogrammwünsche erfüllen:
  • Merle Menje - Rennrollstuhlfahrerin
  • Andrea Rothfuß - Ski Alpin
  • Anna-Lena Forster - Ski Alpin
    www.anna-lena-forster.de
  • Yannis Fischer - Kugelstoß
  • Robin Weiler - Diskuswurf + Speer
  • Oswald Ammon - Diskuswurf + Kugelstoß

Freundliche und tatkräftige Unterstützung von ...

Eine Veranstaltung wie der Inklusion-Sport-Tag ist nur möglich Dank vielfältiger und tatkräftiger Unterstützer*innen und Spender*innen.

Um allen Mitwirkenden eine Bühne zu geben, sind sie hier alphabetisch mit Logo aufgeführt.

Logo BSB

Badischer Sportbund Freiburg

Logo Caritas Konstanz

Caritas Konstanz

Logo caritas singen hegau

Caritas Singen Hegau

Logo Central Apotheke

Central Apotheke Singen

Logo Diakonie

Diakonie

Logo Haus am Mühlebach

Haus am Mühlebach

Logo Jäckle

Jäckle

Logo Kiwanis Club Hegau

Kiwanis Club Hegau

Logo Landesverband

Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter Menschen Baden-Württemberg e.V.

Logo Lebenshilfe Konstanz

Lebenshilfe Konstanz

Lebenshilfe Singen Hegau

Logo Lebenshilfe Singen Hegau
Logo Mick

MICK Reha-Service

Lebenshilfe ÖZIV

ÖZIV Vorarlberg

Logo Ottilien Quelle

Ottilien-Quelle

Logo Schlather

Schlather Orthopädietechnik

Logo Sparkasse Hegau-Bodensee

Sparkasse Hegau-Bodensee

Logo Special Olympics Österreich

Special Olympics Österreich

Stiftung Liebenau

Logo Stiftung Liebenau
Logo Thüga

thüga Energie

Logo VBSV

Vorarlberger Behindertensportverband

Württembergischer Behinderten- und Rehabilitationssportverband e.V.

Logo wbrs

Kontakt

Oswald Ammon, Behindertenbeauftragter des Landkreises
Oswald Ammon​, Behindertenbeauftragter für den Landkreis Konstanz

Landratsamt Konstanz
Behindertenbeauftragter
Oswald Ammon
Erwin-Dietrich-Str. 11/3
78244 Gottmadingen

T. +49 7731 8355005
M. +49 176 1800 1582
E. Oswald.Ammon@LRAKN.de

Sprechzeiten:
jeden 1. Dienstag im Monat: 10 – 13 Uhr