Wildtiere nicht füttern – Konflikte vermeiden

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Im Landkreis Konstanz nehmen Begegnungen mit Füchsen, Dachsen, Waschbären und Wildschweinen in Wohngebieten zu. Regelmäßige Fütterung verringert ihre Scheu, verursacht Schäden und Gesundheitsrisiken. Einwohnerinnen und Einwohner werden gebeten, Wildtiere nicht zu füttern, Futterquellen zu entfernen und Rückzugsräume zu sichern, um Konflikte zu minimieren.

Im gesamten Landkreis kommt es vermehrt zu ungewollten Begegnungen mit Wildtieren im Siedlungsbereich. Betroffen sind insbesondere Füchse vereinzelt auch Dachse sowie zunehmend Waschbären und Wildschweine. Eine wesentliche Ursache hierfür ist das gut gemeinte, aber problematische Füttern von Wildtieren in Wohngebieten.

Wildtiere finden ihre Nahrung selbstständig. Durch regelmäßige Fütterung verlieren sie ihre natürliche Scheu gegenüber dem Menschen und halten sich vermehrt in Wohngebieten auf. Dies führt häufiger zu Konflikten, etwa indem die Tiere Gärten, Mülltonnen oder Komposthaufen durchsuchen und dort Schäden verursachen.

Nicht zuletzt schadet das Füttern den Tieren selbst: Ungeeignete Nahrung kann gesundheitliche Probleme verursachen und die Übertragung von Krankheiten und Parasiten begünstigen. Ein zusätzliches Nahrungsangebot führt außerdem dazu, dass sich unnatürlich hohe Tierzahlen im Siedlungsbereich entwickeln. Die Nähe zu Straßen und Wohngebieten erhöht das Risiko von Unfällen und beeinträchtigt die natürliche Lebensweise der Tiere.

Um ein konfliktarmes Zusammenleben von Mensch und Wildtier zu ermöglichen, wird daher dringend darum gebeten, auf das Füttern von Wildtieren vollständig zu verzichten und keine offenen Futterquellen im Außenbereich bereitzustellen. Wichtig ist auch, den Wildtieren keinen Unterschlupf zu bieten. Schuppen, Garagen und Nischen sollten abgedichtet, sonstige Boxen oder Kisten verschlossen werden.

Bei Fragen oder Beobachtungen steht der Wildtierbeauftragte des Landkreises Konstanz unter Steven.Self@LRAKN.de zur Verfügung.