
Kreiswahlausschuss lässt Direktkandidaten zu
Am 8. März 2026 findet die Wahl zum 18. Landtag von Baden-Württemberg statt. Gewählt wird in 70 Wahlkreisen nach dem reformierten System mit zwei Stimmen. Wahlberechtigt sind bereits Jugendliche ab 16 Jahren. Am 9. Januar 2026 hat der gemeinsame Kreiswahlausschuss für die Wahlkreise 56 (Konstanz) und 57 (Singen) Direktkandidaten offiziell zugelassen.
Die Wahlperiode des am 14. März 2021 gewählten 17. Landtags von Baden-Württemberg endet regulär am 30. April 2026. Die Landesregierung hat den 8. März 2026 als Wahltag für die Wahl zum 18. Landtag von Baden-Württemberg bestimmt. Der neue Landtag setzt sich aus mindestens 120 Abgeordneten zusammen. Die Wahlperiode dauert fünf Jahre. Gewählt wird in 70 Wahlkreisen.
2022 wurde das Landtagswahlrecht umfassend reformiert. Künftig werden die Wähler im Gegensatz zur bisherigen Rechtslage zwei Stimmen haben, die Erststimme für einen Direktkandidaten im Wahlkreis (Kreiswahlvorschlag), die Zweitstimme für die Landesliste einer Partei. Zudem wurde das Wahlalter von 18 auf 16 Jahre abgesenkt.
Der gemeinsame Kreiswahlausschuss für die Wahlkreise 56 (Konstanz) und 57 (Singen) hat unter dem Vorsitz des Kreiswahlleiters Philipp Gärtner am 9. Januar 2026 in öffentlicher Sitzung folgende Direktkandidaten (Kreiswahlvorschläge) für die Landtagswahl am 8. März 2026 zugelassen:
Direktkandidaten Wahlkreis 56 (Konstanz)
| Partei | Bewerber | Ersatzbewerber |
| GRÜNE | Erikli, Nese | Orazulike, Lenny |
| CDU | Gnann, Andrea | Hölzl, Manfred |
| SPD | Ortolf, Frank | Meßmer, Anne |
| FDP | Konopka, Patrick | Atkinson, Richard |
| Die Linke | Hofmann, Lars | Bischoff, Lucas |
| FREIE WÄHLER | Staab, Martin | - |
| Volt | Fiechtner, Yannick | Ballesteros Katemann, Joaquin |
| BSW | Niedzwetzki, Daniel | - |
Direktkandidaten Wahlkreis 57 (Singen)
| Partei | Bewerber | Ersatzbewerber |
| GRÜNE | Frank, Saskia | Seidl, Daniel |
| CDU | Stetter, Christoph | Hilpert-Klarmann, Stefanie |
| SPD | Ioannidis, Giuliana | Unger, Tim |
| FDP | Klemann, Nico | Gabele, Timo |
| AfD | Eisenhut, Bernhard | Stauch, Michael |
| Die Linke | Löser, John-Eric | Keller, Chantal |
| Volt | Carstensen, Nils | - |
| BSW | Frey, René | Sak, Serdar |
| WerteUnion | Schneider, Ralph | Babeck, Rudolf |
Über die Zulassung der Landeslisten der Parteien hat der Landeswahlausschuss in seiner Sitzung am 9. Januar 2026 entschieden. Hierüber informiert die Landeswahlleiterin gesondert. Nach den Zweitstimmen für die Landeslisten entscheidet sich die Verteilung der Abgeordnetensitze im Landtag.
Auswahl von Wahlbezirken für die repräsentative Wahlstatistik
Auch bei der Landtagwahl 2026 wurden für die repräsentative Wahlstatistik wieder einzelnen Wahlbezirke durch die Landeswahlleiterin im Einvernehmen mit dem Statistischen Landesamt Baden Württemberg ausgewählt. In den ausgewählten Wahlbezirken werden Stichproben erhoben, die nach Geschlecht und Altersgruppen Auskunft über die Anzahl der Wahlberechtigten, der Wählerinnen und Wähler, deren Wahlbeteiligung und Stimmabgabe geben. Oberster Grundsatz jeglicher Wahlstatistik ist die Wahrung des Wahlgeheimnisses. Deshalb lässt die repräsentative Wahlstatistik keine Rückschlüsse auf das Wahlverhalten einzelner Personen zu.
Für die repräsentative Wahlstatistik wurden im Landkreis Konstanz einzelne Wahlbezirke in Konstanz, Singen, Radolfzell, Aach, Öhningen und Orsingen-Nenzingen ausgewählt. Dort werden für die repräsentative Wahlstatistik Sonderauszählungen unter Verwendung von gesonderten Stimmzetteln mit aufgedruckten Unterscheidungsmerkmalen durchgeführt. Am Wahltag wird in den betroffenen Wahllokalen darüber informiert.
Barrierefreiheit der Stimmzettel
Blinde und sehbehinderte Wählerinnen und Wähler können wie bereits bei früheren Wahlen bei der Stimmabgabe eine Stimmzettelschablone verwenden, die sie bei den Blindenvereinen anfordern können.
Zur Anwendung dieser Stimmzettelschablonen werden alle Stimmzettel in der rechten oberen Ecke ein eingestanztes Loch erhalten, damit blinde und sehbehinderte Wählerinnen und Wähler selbst erkennen können, wo bei einem Stimmzettel die Vorderseite und wo oben ist. Dieses Verfahren hat sich bei den vergangenen Wahlen bereits gut bewährt.