Ernährungstage stoßen auf großes Interesse im Landkreis

Schülergruppe am Infostand bei Sabine Restle, Bildnachweis: Berufsschulzentrum Radolfzell 

Großen Zuspruch fanden die Angebote des Landwirtschaftsamtes im Rahmen der Ernährungstage Baden-Württemberg. Ziel war es, Lebensmittel stärker wertzuschätzen und deren Verschwendung zu vermeiden.

Den Auftakt bildete am 2. Februar ein Koch-Workshop zur kreativen Resteverwertung in Stockach. Unter dem Motto „Kein Rest bleibt übrig – Knödel und Co.“ zeigte Referentin Elisabeth Auer 14 Teilnehmenden, wie sich aus altbackenem Brot und runzeligem Gemüse schmackhafte Gerichte zubereiten lassen. Serviettenklöße, Spinatknödel und Rote-Bete-Suppe mit Meerrettichklößchen fanden großen Anklang. Restevermeidung fängt bereits beim Einkauf an. Die Botschaft: Wer besser plant und lagert, wirft weniger weg. Auch SWR1 berichtete über die Veranstaltung. 

Am 4. Februar folgte ein Aktionstag unter dem Motto „Essen für deine Zukunft – Nachhaltig regional genießen“ im Berufsschulzentrum Radolfzell. Der stellvertretende Schulleiter Michael Janowicz betonte die Bedeutung nachhaltiger Ernährung für Gesellschaft und Umwelt. Das zu lernen, sei viel wichtiger als Mathe, sagte der Mathelehrer mit einem Augenzwinkern zu seinen Schülerinnen und Schülern. Der Leiter des Landwirtschaftsamtes, Reinhard Schulze, würdigte die erneute Zusammenarbeit zwischen der Schule und dem Forum Ernährung und Verbraucherbildung vom Landwirtschaftsamt.

Großen Zuspruch erhielten auch zwei Aktionsgerichte der Mensa unter der Leitung von Caner Ünal. Die Linsen-Bolognese und die Rinderhack-Lauchpfanne kamen an diesem Tag so gut an, dass sie bald ausverkauft waren und vom engagierten Mensabetreiber nochmal nachgekocht wurden.

Der Musiksaal des Schulzentrums war von 11 bis 14 Uhr gut besucht. Das Forum Ernährung und Verbraucherbildung stellte die überarbeitete Nachhaltigkeitsausstellung „Essen für die Zukunft“ vor, die Wege zur Verringerung von Lebensmittelabfällen zeigt. Sabine Restle informierte zu Hülsenfrüchten und Nüsse, stellte Quizfragen und bot selbst hergestelltes Granola, Linsenkräcker sowie Bohnencookies zur Verkostung an. An Mitmachstationen von Doris Rath testeten Besucher ihr Wissen zu Regionalität und Saisonalität. Eine Umfrage zeigte: Biolebensmittel werden geschätzt, höhere Preise dafür jedoch nur begrenzt akzeptiert.

Die Ernährungstage finden seit 2015 jährlich statt. Sie sind Teil einer landesweiten Initiative des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Ziel ist eine gesundheitsfördernde und nachhaltige Ernährung – zu Hause wie in der Gemeinschaftsverpflegung.