
Neuer Geh- und Radweg zwischen Kaltbrunn und Wildpark eröffnet
LANDKREIS KONSTANZ – Nach nur sechs Monaten Bauzeit ist der neue Geh- und Radweg zwischen Kaltbrunn und Wildpark am Dienstag, 23. September 2025, von Landrat Zeno Danner und Bürgermeister Stefan Friedrich offiziell eröffnet worden. Der rund 3,1 Kilometer lange Weg bietet nun vor allem Familien mit Kindern eine sichere Anbindung mit dem Fahrrad zum Wildpark.
Der Weg beginnt am Ortsausgang von Kaltbrunn und verläuft parallel zu den Kreisstraßen 6168 und 6169 bis zum Parkplatz des Parks. Im Zuge des Neubaus wurden auch wichtige Infrastrukturleitungen mitverlegt wie Glasfaserleerrohre, Telekom-, Strom- sowie neue Wasserleitungen.
Bisher war es nicht möglich, den Wild- und Freizeitpark Bodanrück von Kaltbrunn aus zu Fuß oder mit dem Rad über befestigte und asphaltierte Wege zu erreichen. Der Rad- und Fußverkehr musste sich die Fahrbahn mit Autos und Bussen teilen, während bestehende Waldwege aufgrund ihrer Beschaffenheit keine ganzjährige Alternative darstellten.
Ursprünglich war die Fertigstellung erst in drei Monaten vorgesehen. Dank der günstiger Witterung im Frühjahr, des durchgängigen Personaleinsatzes auf der Baustelle sowie der guten Zusammenarbeit zwischen Landratsamt Konstanz und der ausführenden Firma konnte das Projekt jedoch bereits am 3. September abgeschlossen werden. Die nasse Witterung im Juli und besonders das Starkregeereignis am 21. August waren Herausforderungen für die Baustelle und sorgten für stellenweise Überflutungen des neuen Radwegs. Letzteres wurde allerdings als Chance genutzt, um die Entwässerung des Radwegs durch den Bau einzelner zusätzlicher Entwässerungseinrichtungen zu verbessern.
Mit dem Neubau mussten auch naturschutzfachliche Ausgleichsmaßnahmen realisiert werden. Im Waldabschnitt des Weges wurden fünf Fledermauskästen installiert und über einen Hektar Fichtenwald in Eichen- und Schwarzerlenwald umgewandelt. Des Weiteren wurden ein Brückenbauwerk über den Münchholzgraben, sowie eine Stützmauer beim Heidenbühlgraben errichtet, um eine zusätzliche Verdohlung der beiden Bachläufe zu vermeiden. Im Nachgang ist noch die Pflanzung von Streuobstbäumen sowie Feldhecken vorgesehen.
Federführend bei dieser Maßnahme war der Landkreis Konstanz. Die Gemeinde Allensbach, sowie die diversen Leitungsträger waren stets unterstützend dabei. Die Baukosten belaufen sich auf rund 1,7 Millionen Euro, davon 200.000 Euro für Leitungsarbeiten. Die verbleibenden 1,5 Millionen Euro werden zu 90 Prozent über das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz und das Sonderprogramm „Stadt und Land“ von Bund und Land gefördert.
