Wie kann die Unterstützung durch einen Pflegelotsen aussehen?

Eine Pflegelotsin aus Konstanz berichtet:

Vor Weihnachten rief mich die Koordinatorin der Pflegelotsen (Frau Greuter) an und sagte mir, sie hätte die Anfrage eines Herrn, dessen Mutter mit einer Lungenentzündung im Krankenhaus läge und eventuell noch vor Weihnachten aus dem Krankenhaus käme. Da er selbst weit entfernt wohne, wollte er wissen, ob sich jemanden um seine Mutter kümmern könne.

Seine Mutter wurde dann nach Weihnachten aus dem Krankenhaus entlassen und im neuen Jahr besuchte ich sie. Es stellte sich heraus, dass ich sie durch den Mittagstisch kannte, somit war gleich eine nette Beziehung hergestellt.

Nun zu der Dame: sie ist 93 Jahre alt, zierlich, flott gekleidet, ordentlich und adrett und geistig fit, aufgeschlossen und gesprächsbereit. Sie wohnt im 2. Stock mit ca. 42 Treppenstufen, die erst einmal hochzusteigen sind.
Zuerst fragte ich sie, ob sie eine Pflegestufe hätte. Nein, aber der Antrag lag vor, den wir erst einmal ausfüllten und den ich dann noch am selben Tag bei der zuständigen Krankenkasse ablieferte. Der Mitarbeiter der Krankenkasse leitete den Antrag auch sofort weiter. Etwa sechs Wochen später wurde die Pflegestufe I bewilligt, so dass das Duschen von der Sozialstation gewährleistet werden konnte.

Ich habe die Dame dann 2-3 Mal pro Woche besucht - das war insofern für mich einfach, da sie ganz in meiner Nähe wohnt und ich oft an ihrer Wohnung vorbei komme. In dieser Zeit war ich ausnahmsweise einmal in der Bank und habe für sie Geld abgehoben, was durch einen vorherigen Anruf und eine Vollmacht möglich war.

Da sie seit ihrem Krankenhausaufenthalt nicht mehr im Freien war, kam eine weitere Pflegelotsin und ging mit ihr spazieren, weil mir das zu viel wurde.

Ende März/April ging es ihr gesundheitlich wieder besser, sie konnte wieder alleine die Treppen rauf und runter. Eine so engmaschige Begleitung durch mich war dann nicht mehr notwendig, es hat sich alles gut geregelt.

 

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