Vermehrtes Auftreten von Noroviruserkrankungen

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Aktuell wird landesweit über eine Häufung von durch Noroviren ausgelösten Magen-/Darmerkrankungen berichtet. Diese treten in den Wintermonaten saisonal gehäuft auf.

Auch das Amt für Gesundheit und Versorgung registriert derzeit für den Landkreis Konstanz einen deutlichen Anstieg von Noroviruserkrankungen. Aus Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Heimen und aus Krankenhäusern werden dem Amt wieder vermehrt durch Noroviren hervorgerufene (Brech-) Durchfallerkrankungen gemeldet. Um eine weitere Ausbreitung der Erkrankung in den Einrichtungen zu verhindern, führen die betroffenen Einrichtungen spezielle Hygienemaßnahmen durch. Das Gesundheitsamt des Landkreises berät und unterstützt die Einrichtungen bei der Umsetzung der notwendigen Maßnahmen.

Noroviren zählen zu den häufigsten Erregern infektiöser Magen-Darm-Erkrankungen. Durch die Einhaltung von Hygienemaßnahmen kann die Bevölkerung jedoch aktiv dazu beitragen, dass das Risiko an Noroviren zu erkranken deutlich vermindert wird.

Das Gesundheitsamt möchte die Bevölkerung über die wichtigsten hygienischen Verhaltensregeln informieren und hat hierzu Merkblätter zum Umgang mit der Erkrankung eingestellt:

Informationen zu Norovirusinfektionen finden Sie in verschieden Sprachen auch unter: www.infektionsschutz.de

Hintergund:

Durch Noroviren bedingte Durchfallerkrankungen beginnen häufig schlagartig mit Übelkeit und Erbrechen. Im weiteren Verlauf treten Durchfälle, Bauchkrämpfe und Kreislaufbeschwerden auf. Die Symptome sind häufig über ein bis zwei Tage stark ausgeprägt, klingen aber bei ansonsten gesunden Personen danach auch rasch wieder ab.

Noroviren sind sehr ansteckend. Schon 10 bis 100 Viren genügen um eine Erkrankung auszulösen. Die Viren sind massenhaft im Stuhl und Erbrochenen von infizierten Personen vorhanden. Die Erkrankten scheiden die Erreger während der akuten Erkrankungsphase und mindestens noch zwei Tage danach in hoher Zahl mit dem Stuhlgang aus. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt in Form einer „Schmierinfektion“.

Wie kann man einer Ansteckung mit Noroviren vorbeugen?

Das wirksamste Mittel um eine Weiterverbreitung zu verhindern ist eine gründliche Händehygiene. Die Hygieneregeln beinhalten regelmäßiges und gründliches Händewaschen nach jedem Toilettengang und vor jedem Essen. Nicht nur für potenziell Erkrankte sollte eine regelmäßige und gründliche Händereinigung nach jedem Toilettengang Pflicht sein. Im Umgang mit Erbrochenem und Stuhlgang von Betroffenen sollten im Anschluss an die Reinigung der betroffenen Flächen auch die Hände äußerst sorgfältig und gründlich gewaschen werden.

Bei Verdacht auf eine ansteckende Brech-Durchfallerkrankung dürfen Gemeinschaftseinrichtungen nicht besucht werden.