Wie sich Fleischkonsum mit Klimaschutz vereinbaren lässt

Kälber auf der Weise
„Geschwisterkälber“, die nicht den Geburtsbetrieb verlassen müssen.
Bildnachweis: Elmar Feuerbacher

In sechs Videos beschreiben Akteure aus der Bio-Musterregion Bodensee ihr Tun auf ihrem Betrieb und in Kooperation mit Partnerbetrieben der Fleisch-Wertschöpfungskette.

Unter dem Motto „bio + regional = optimal“ setzt sich die Bio-Musterregion Bodensee mit verschiedenen Projekten ein, damit die regionalen Akteure entlang der Wertschöpfungskette verstärkt zusammenarbeiten, um ein wachsendes Sortiment an hochwertigen Bio-Lebensmitteln in der Region anzubieten.

Vielen ist nicht bewusst, dass beim Milchkonsum auch Fleisch anfällt. 2020 haben die Deutschen im Durchschnitt 52 Kilogramm Milcherzeugnisse pro Kopf konsumiert. Laut einer 2021 veröffentlichten Berechnung vom Deme­terverband fallen mit der Produktion von einem Liter Milch circa 25 Gramm Fleisch an. Somit wurden bei 52 Kilogramm konsumierten Milcherzeugnis­sen pro Kopf und Jahr auch 1,3 Kilogramm Rindfleisch mit erzeugt, die ver­wertet werden müssen. Die Frage ist wie!?

Im Rahmen des Projektes Bio-Weiderind vom Bodensee liegt der Fokus be­sonders auf den Bio-Kälbern, die bei der Bio-Milcherzeugung entstehen, aber nicht zur Erneuerung der Herde benötigt werden. Die sogenannten „Geschwisterkälber“ verlassen oft nach ein paar Wochen den Geburtsbe­trieb, um in Kälbermastanlagen, häufig auch außerhalb Deutschlands, ge­mästet zu werden. Dank einer engen Kooperation innerhalb der Bio-Fleisch-Wertschöpfungskette, von der Erzeugung über die Verarbeitung bis zum Handel, werden nun Bio-Kälber in der Bio-Musterregion Bodensee regional auf der Weide gemästet und als Bio-Weiderind vermarktet.

In sechs Videos — realisiert durch die BIO-Musterregion Bodensee zusam­men mit dem Fotograf Elmar Feuerbacher — beschreiben Akteure aus der Bio-Musterregion Bodensee ihr Tun auf ihrem Betrieb und in Kooperation mit Partnerbetrieben der Fleisch-Wertschöpfungskette. Ihre Ziele dabei sind, den Geschwisterkälbern artgerechtere Haltungsbedingungen zu si­chern sowie dem Konsumenten hochqualitative Fleischprodukte anzubie­ten und deren Herkunft und Erzeugungsweise transparent zu kennzeichnen, damit der Fleischkonsum regionaler und nachhaltiger wird.

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