Vermarktungstag der Fachschule für Hauswirtschaft

Zwei Frauen hinter Verkaufsständen
Annette Schrodin (links) und Jasmin Stadler bieten ihre selbst erzeugten Produkte an. Bildnachweis: Landratsamt Konstanz

Ihr Wissen und Können präsentierten die Schülerinnen der Fachschule für Hauswirtschaft im Landwirtschaftsamt Stockach bei einem fächerübergreifenden Vermarktungsprojekt.

Das fächerübergreifende Vermarktungsprojekt stellte die Schüler-innen vor die Herausforderung - von der Produktfindung bis zur Preiskalkulation - ein vermarktungsfähiges Produkt herzustellen. Dabei sollten sowohl ökonomische, soziale und ökologische wie auch rechtliche Aspekte berücksichtigt werden. Auf Nachhaltigkeit, Saisonalität und Regionalität wird in der Schule in allen Fächern großen Wert gelegt, sodass diese Aspekte auch in den hergestellten Produkten wiederzufinden sind.

Hildegard Schwarz, Fachschulbeauftragte für Hauswirtschaft, erläuterte zu der Aufgabenstellung an diesem Tag: „Im Zentrum steht immer das Produkt, das die Schülerinnen sich ausgedacht haben. Es geht darum herauszufinden, was dieses Produkt besonders macht und was es von ähnlichen Produkten auf dem Markt abhebt. Außerdem werden die Kosten für die Herstellung, also Material- und Arbeitskosten, der Kaufbereitschaft der po-tenziellen Kunden gegenübergestellt. Gut zu vermarkten ist eine echte Herausforderung.“

Die Vielfalt der angebotenen Produkte war groß: Kulinarische Leckereien wie Kuchen im Glas, Fruchtaufstriche, geröstete Bio-Sonnenblumenkerne, Gewürzpaste, Blütenmischungen für die feine Küche, Grillsaucen, Weichkäse, Vollwertmuffins, Kräutertees aber auch Gesichts- und Handcreme sowie ganz praktische Dinge wie die Vespertaschen aus Bio-Walkstoffen und der Mu-Na-Loop, eine Mund-Nasen-Bedeckung aus speziellem antimikrobiellem Stoff, der in Baden-Württemberg produziert wird.

Die Schülerinnen präsentierten auf liebevoll dekorierten Verkaufstischen ihre Produkte und standen den Besuchern gerne Rede und Antwort zu ihren selbst kreierten Produkten. Am Ende eines Verkaufstags mit Hygieneauflagen waren sowohl Käufer als auch Verkäuferinnen zufrieden. Die leeren Verkaufstische zeigten, dass die Schülerinnen ihre Produkte gut ausgewählt hatten und sowohl das Angebot wie auch die Produktpalette den Kundenwünschen entsprach.

„Der Besuch der Fachschule für Hauswirtschaft ermöglicht insbesondere auch berufstätigen oder in der Familie gebundenen Frauen einen vielseitigen und praxisnahen, an den Bedürfnissen der Menschen orientierten Unterricht in Teilzeitform“, so Reinhard Schulze, Amtsleiter des Landwirtschaftsamtes, zu dem die Fach-schule gehört. Der Unterricht hat einen ganzheitlichen Ansatz. Nach eineinhalb Jahren Schulzeit schließt sich der Abschluss zur staatlich geprüften Fachkraft für Hauswirtschaft und im Anschluss daran, unter bestimmten Voraussetzungen, auch noch die Teilnahme an der Abschlussprüfung Hauswirtschafterin/Hauswirtschafter an.

Im Oktober 2021 startet eine neue Klasse an der Fachschule für Hauswirtschaft. Für weitere Informationen zur Fachschule steht Hildegard Schwarz per Email an hildegard.schwarz@lrakn.de  oder per Telefon unter der Nummer 07531 800-2966 zur Verfügung.