Unwetterlage erfordert Großeinsatz im Landkreis Konstanz

Regen
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Wegen der heftigen Gewitter und starken Regenfälle, welche von Donnerstagabend ab etwa 18 Uhr bis Freitagmorgen über den Landkreis Konstanz zogen, waren rund 450 Einsatzkräfte aller Organisationen über viele Stunden im Einsatz.

Am frühen Abend kam es zu einem Blitzeinschlag in ein Gebäude in der Gemeinde Hilzingen. Hierdurch entstand ein massiver Schaden in der Elektrik im gesamten Wohnhaus. Zusätzlich kam es zu einem Leck in der Gasleitung. Die Ortsfeuerwehr Hilzingen kontrollierte das Gebäude und sicherte die Gasleitung. Ein weiteres Eingreifen war hier nicht notwendig. Im Verlauf des Abends wurden weitere Gemeinden vor allem im Hegau stark getroffen. Die meisten Einsätze sind durch die Feuerwehren und das THW mittlerweile abgearbeitet worden. Zurzeit laufen insbesondere in Mühlhausen-Ehingen und Beuren an der Aach noch größere Einsatzmaß­nahmen. 

Durch die enormen Wassermassen wurden einige Teile von Mühlhausen teilweise überflutet. Zeitweise waren die Zufahrtsstraßen zum Ort nicht passierbar, einige Keller liefen voll. Zunächst waren vor allem Einsatzkräfte der Feuerwehren Mühlhausen-Ehingen sowie Aach, Volkertshausen und Engen im Einsatz, die dann durch Kräfte weiterer Feuerehren aus dem Landkreis unterstützt wurden. Die Einsatzkräfte arbeiten inzwischen an der Schadensbeseitigung. 

In Beuren und Singen bestand die Gefahr, dass die Aach über die Ufer tritt. Der Saubach, welcher einer der Zuflüsse in die Aach bildet, führte extreme Wassermassen in Richtung Singen. Die Feuerwehr Singen bereitete sich deshalb mit Sandsäcken auf eine eventuelle Lage vor. Des Weiteren wurde beziehungsweise wird der Pegelstand an mehrere Stellen regelmäßig geprüft. 

Zur Absicherung der Einsatzkräfte hielten sich die Strömungsretter des DLRG im Einsatzgebiet bereit. Einsatzkräfte der sanitätsdienstlichen Hilfsorganisationen sind noch immer für die Betreuung und Verpflegung der betroffenen Personen und Einsatzkräfte im Einsatz.

Der Landkreis Konstanz bittet die Bevölkerung, die Einsatzstellen und die gesperrten Bereiche zu meiden sowie auf weitere Gefahrenmeldungen zu achten. In Notfällen wenden Sie sich an den Notruf über die Rufnummer 112.