Sonderregelungen bei Pflegebedürftigkeit während der Corona-Pandemie

Nahaufnahme Hände alte Frau
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Bis zum 31. Dezember 2020 gelten bei Pflegebedürftigkeit Sonderregelungen.

Kurzzeitige Arbeitsverhinderung und Pflegeunterstützungsgeld

Die Pflegeversicherung unterstützt länger bei der Organisation einer akut aufgetretenen Pflegesituation. Anstatt zehn Tage können erwerbstätige pflegende Angehörige bis zum 31. Dezember 2020, 20 Arbeitstage von der Arbeit fernbleiben. Auch das Pflegeunterstützungsgeld wird für diese Zeit verlängert.

Entlastungsbetrag

Nicht genutzte Beträge für Entlastungsleistungen aus 2019 können dank einer Fristverlängerung noch bis zum 31. Dezember 2020 genutzt werden. Dies gilt für Pflegebedürftige aller Pflegegrade.
Besonderheit bei Pflegegrad 1: Bei einem coronabedingten Versorgungsengpass kann der Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro auch für Hilfen außerhalb der geltenden Regelungen eingesetzt werden.

Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel

Pflegebedürftige, die zu Hause gepflegt werden, haben ab Pflegegrad 1 Anspruch auf zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel. Die Corona-Pandemie führt aktuell zu höheren Preisen, daher werden bis 31. Dezember 2020 bis zu 60 Euro pro Monat übernommen, anstatt 40 Euro.

Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel sind zum Beispiel:
• saugende Bettschutzeinlagen zum einmaligen Gebrauch
• Einwegschürzen
• Einmalhandschuhe; Ausnahme: Einmalwaschhandschuhe
• Desinfektionsmittel für die Hände
• Desinfektionsmittel für Flächen; Ausnahme: Produkte zur Wunddesinfektion
• Mundschutz
• Fingerlinge

Bei Fragen zu diesen und weiteren Themen der Pflegeversicherung stehen die Mitarbeitenden des Pflegestützpunktes Landkreis Konstanz gerne zur Verfügung. Das Sekretariat ist erreichbar unter der Nummer 07531 800-2673 oder per Email an psp@lrakn.de.