Selbstständige Verfahrenspfleger gesucht

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Im Landkreis Konstanz besteht im Einvernehmen mit den Betreuungsgerichten die Zielsetzung, dass in Anlehnung an den „Werdenfelser Weg“ Fixierungen und Freiheitsentziehungen von kranken und alten Menschen vermieden werden, wo immer das vertretbar ist. Hierbei kommen Verfahrenspfleger mit pflegefachlichem Grundwissen für das gerichtliche Genehmigungsverfahren von Fixierungen zum Einsatz. Verfahrenspfleger erörtern im gerichtlichen Auftrag jeden Fixierungsfall individuell und gehen Alternativüberlegungen gemeinsam mit den Einrich­tungen und den Angehörigen bzw. den Betreuern durch, im Einzelfall regen sie auch Erprobungen von Alternativmaßnahmen an.

Verfahrenspflegerinnen und Verfahrenspfleger üben ihre Tätigkeit selbst­ständig aus, es handelt sich nicht um ein sozialversicherungspflichtiges Be­schäftigungsverhältnis. Das Auswahlverfahren erfolgt in Abstimmung mit dem jeweils zuständigen Betreuungsgericht. Durch Schulungen bildet insbe­sondere die Werdenfelser Weg GbR Pflegefachleute zu spezialisierten Ver­fahrenspflegern auf der Basis des vorhandenen pflegefachlichen Grundwis­sens für das gerichtliche Genehmigungsverfahren fort.

Wer sich beruflich gerne im Sinne des geschilderten Anliegens engagieren möchte, den notwendigen pflegefachlichen Hintergrund mitbringt und künftig im Rahmen einer Selbstständigkeit tätig werden will, kann
seine schriftliche Interessensbekundung zusammen mit aussagekräftigen Unterlagen (Motivationsschreiben, Lebenslauf und Nachweisen zu Ausbildung und Berufstätigkeit) an das Landratsamt Konstanz, Betreuungs- und Pflegeangelegenheiten, Scheffelstraße 15, 78315 Radolfzell oder an Betreuungsbehoerde@LRAKN.de richten.

Für Fragen und weitere Informationen stehen Heike Strittmatter unter der Telefonnummer 07531 800-2623 oder Markus Jungk unter 07531 800-2622 zur Verfügung. Weitere Informationen zur Tätigkeit als Verfahrenspfleger gibt es hier.