Rücksichtnahme auf Wildtiere in der Setz- und Brutzeit

zwei Rehe auf Wiese
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Zum Schutz des Jungwildes und der Bodenbrüter bittet die Untere Jagdbehörde des Landratsamtes Konstanz die Bevölke­rung, während der Setz- und Brutzeit bis circa Mitte Juni in der Natur nur die ausgewiesenen Wege zu nutzen und Hunde an der Leine zu führen. Damit sollen Störungen und Übergriffe von freilaufenden und stöbernden Hunden auf Wildtiere verringert werden. Rückzugsorte von Wildtieren sind insbesondere Dickicht und großflächige Wiesengebiete.

Gerade zu dieser Zeit sind am Boden brütende Vögel in besonderer Art und Weise gefährdet. Viele Vogelarten bauen ihre Nester in Wiesen, Feldern, auf dem Waldboden oder auch im Schilfrohr. Dadurch werden sie oftmals Opfer von Beutegreifern wie Fuchs, Waschbär, Marder und Dachs sowie der Krähe. Ebenso sind Menschen, insbesondere Spaziergänger mit freilaufen­den Hunden, ein großer Störfaktor für diese Vögel.

Auch einige freilebende Säugetiere, zum Beispiel Rehe und Hasen, setzen ihren Nachwuchs im Mai und Juni in deckungsreichen Biotopen in Feld und Wald und benötigen für die gute Entwicklung der Jungtiere Ruhe. Gerade wenn sich Menschen mit ihrem freilaufenden Hund fernab der vorgegebe­nen Wege bewegen, stellt dies für die Wildtiere eine Stresssituation dar.

Die Jagdbehörde ruft Hundebesitzer außerdem dazu auf, den Kot ihres Hundes einzusammeln. Bleibt der Kot im erntereifen Gras liegen, kann er in das Futter der Nutztiere gelangen und darin Schimmelbefall auslösen oder Krankheiterreger übertragen.

Innerhalb von naturschutzrelevanten Gebieten – beispielsweise Natur­schutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete und Biotope – sowie städtischen Erholungsbereichen können weitergehende Regelungen für eine Leinen­pflicht gelten. Hier informieren in der Regel Schilder über die jeweiligen Bestimmungen vor Ort.