Preisträger des Inklusionspreises 2020

Mehrere Menschen vor einem Gebäude.
Hauptpreisträger der Ausschreibung ist das „Hospiz-Speise-Team“ des Caritasverbandes Singen-Hegau e. V.  Das Bild wurde aufgenommen nach durchgeführten Schnelltestungen.
Bildnachweis: Caritasverband Singen-Hegau e. V.

Der Landkreis Konstanz verleiht jährlich einen Inklusionspreis in den Kategorien „Wohnen“, „Bildung/Arbeit“ und „Freizeit“. Als Preisgeld stehen insgesamt 6.000 Euro zur Verfügung. Den ersten Platz erreichte der Caritasverband Singen e. V. mit dem Projekt „Inklusives Hospiz-Speise-Team“ dotiert mit 3.000 Euro.

Teilnahmeberechtigt sind Vereine, Initiativen, Netzwerke, Selbsthilfegruppen, freie und öffentliche Träger, Verbände, Bildungseinrichtungen und Firmen, deren Aktivitäten im Landkreis Konstanz stattfinden. Ziel des Preises ist es, über neue Wege zur Inklusion nachzudenken und das Bewusstsein für die Belange von Menschen mit Behinderung zu schärfen, damit das gemeinsame Leben von Menschen mit und ohne Behinderung selbstverständlich wird. „Es sollen Projekte ausgezeichnet werden, die den Prozess der Inklusion auf örtlicher Ebene aktiv fördern“, erklärt Oswald Ammon, Behindertenbeauftragter des Landkreises Konstanz und Initiator des Inklusionspreises.

Trotz erschwerter Bedingungen im vergangenen Jahr sind einige kreative Bewerbungen bei der Geschäftsstelle des Inklusionspreises eingegangen, so dass die Jury die Qual der Wahl hatte. Die Jury besteht aus dem Dezernenten für Soziales und Gesundheit, dem Behindertenbeauftragten und je einem von dem im Kreistag vertretenen Fraktionen benannten Vertreter. Auf Vorschlag der Jury wurden im Jahr 2020 folgende vier Preisträger ausgewählt:

  • Caritasverband Singen e. V. mit dem Projekt „Inklusives Hospiz-Speise-Team“ dotiert mit 3.000 Euro.
    Projektbeschreibung: Ein ehrenamtliches Team von Menschen mit und ohne Behinderung bietet täglich einen Lieferservice mit Mittagessen für das stationäre Hospiz in Singen an.
  • Taxi Müller GmbH Konstanz für das Projekt „Rollstuhl-Inklusionstaxi“ dotiert mit 1.000 Euro.
    Projektbeschreibung: Die Firma Taxi Müller hat aus eigenen Mitteln ihren Fuhrpark um ein Spezialfahrzeug erweitert, um Menschen mit Behinderung einen sitzenden Rollstuhltransport zu er­möglichen.
  • Netzwerk Arbeit für Menschen mit psychischen Erkrankungen mit dem Projekt „DUOday mit niedrigen Hürden in den Arbeitsmarkt“ dotiert mit 1.000 Euro.
    Netzwerkpartner: BTZ Radolfzell, Caritasverband Konstanz, Impulshaus Engen, Indigo, ZfP Reichenau.
    Projektbeschreibung: An dem jährlich stattfindenden Aktionstag erhalten Praktikumssuchende mit psychischer Erkrankung sowie Betriebe die Chance, sich gegenseitig kennenzulernen.
  • Caritasverband Konstanz e. V. mit dem Projekt „Inklusion auf dem Arbeitsmarkt in Zeiten von Corona“ dotiert mit 1.000 Euro.
    Projektbeschreibung: Der Fachdienst Betriebliche Inklusion begleitet Menschen mit Behinderung im Rahmen von Praktika auch unter erschwerten Bedingungen.

Leider konnte die Preisverleihung coronabedingt nicht wie üblich in der Sitzung des Kreistages stattfinden. Auch 2021 soll der Inklusionspreis wieder ausgeschrieben und verliehen werden. Hierzu folgen im Mai dieses Jahres nähere Informationen. Ansprechpartnerin für weitere Auskünfte ist Susanne Mende. Sie ist telefonisch erreichbar unter der Nummer 07531 800-1673 oder per E-Mail an susanne.mende@LRAKN.de.