Ministerin Gentges besucht Flüchtlingsunterkünfte im Landkreis Konstanz

drei Personen in umgebauter Sporthalle
Am Mittwoch, 27. Juli 2022 besuchte Marion Gentges, Ministerin der Justiz und für Migration Baden-Württemberg (Mitte), gemeinsam mit Landrat Zeno Danner (rechts) und Nese Erikli, MdL (links) unter anderem die Notunterkunft Mettnau in Radolfzell.
Bildnachweis: Landkreis Konstanz

Am Mittwoch, 27. Juli 2022 besuchte Marion Gentges, Ministerin der Justiz und für Migration Baden-Württemberg, gemeinsam mit Landrat Zeno Danner Flüchtlingsunterkünfte in Radolfzell. Dabei wurden die aktuelle Flüchtlingssituation und ihre Auswirkung vor Ort besprochen.

Auf dem Plan des Besuchs standen die Gemeinschaftsunterkunft in der Kasernenstraße und die Notunterkunft Mettnau, deren Ertüchtigung auf­grund der hohen Flüchtlingszahlen durch den Ukrainekrieg notwendig geworden war. Die aktuelle Entwicklung stellt die Landkreisverwaltung vor große Herausforderungen. Das Treffen diente dazu, diese an das Ministeri­um der Justiz und für Migration zu kommunizieren, sich darüber auszutau­schen und Lösungen zu finden.

Landrat Zeno Danner: „Bei der täglichen Arbeit mit der Unterbringung von Geflüchteten gibt es zahlreiche Herausforderungen, die wir gemeinsam an­gehen müssen. Daher freue ich mich über den Besuch von Ministerin Gent­ges, um vor Ort aufzuzeigen, wo die Schwierigkeiten liegen und Verbesseru­ngen notwendig sind.“

Bei den Gesprächen ging es um die Registrierung geflüchteter Personen ebenso wie um den Umgang mit mitgebrachten Haustieren. Auch das Inte­grationsmanagement und die dafür notwendigen Stellen waren Thema so­wie die Frage nach bezahlbarem Wohnraum. Folge des Ukrainekriegs ist nicht nur die Flüchtlingsbewegung, sondern auch die drohende Gasknapp­heit – Gegenstand des Austausches waren daher auch mögliche Szenarien für die kalte Jahreszeit und notwendige Maßnahmen insbesondere für die Flüchtlingsunterkünfte.

Ministerin Marion Gentges: „Ich bin sehr beeindruckt von dem, was der Landkreis Konstanz mit seiner Gemeinschaftsunterkunft und der Notunter­kunft leistet. Es ist ein großer Beitrag, der für die geflüchteten Menschen Schutz und Zuflucht bedeutet. Gleichzeitig bestehen aber immense Heraus­forderungen, die jetzt noch größer werden: Zur angespannten Migrationssi­tuation kommt eine mögliche Gasmangellage dazu. Beides ist Folge der men­schenverachtenden russischen Kriegspolitik. Eine Notsituation, die die Flüchtlingsunterkünfte natürlich besonders deutlich spüren. Lösungen wer­den wir als Gesellschaft nur gemeinsam finden – mit Stehvermögen und einem festen Zusammenhalt.“