In der Corona-Krise steht der Gesundheitsverbund zu seinem Wort

Symbolbild Virus
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Gesundheitsverbund nimmt Covid-19-Patienten aus Frankreich auf und stellt Beatmungsplätze zur Verfügung.

Wie angekündigt hat der Gesundheitsverbund Landkreis Konstanz (GLKN) gestern drei schwer an Covid-19 erkrankte Patienten aus dem Elsass aufgenommen. Die französischen Patienten trafen gegen Abend mit dem Hubschrauber aus Mulhouse ein. Für sie hatte es im eigenen Land keinen freien Intensivplatz mehr gegeben. In Frankreich sterben stündlich Menschen, weil es an Beatmungsbetten fehlt. „Wir stehen zu unserem Wort und retten mit der Aufnahme dieser Menschen in unseren Kliniken in Singen und Konstanz hoffentlich ihr Leben“, erklärt Landrat Zeno Danner.

Der GLKN hatte mit seinem Angebot auf die prekäre Lage im benachbarten Frankreich und auf ein Hilfegesuch von Seiten der Landesregierung reagiert. Ministerpräsident Kretschmann hatte die Krankenhäuser des Landes über das Sozialministerium und die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft bezüglich ihrer Kapazitäten und der Bereitschaft zur Aufnahme französischer Patienten anfragen lassen. Der Gesundheitsverbund hatte daraufhin nach intensiver Prüfung der eigenen, mittlerweile erweiterten Kapazitäten an den Klinikstandorten Singen und Konstanz je zwei Beatmungsplätze zur Verfügung gestellt – als Zeichen der Solidarität zu den französischen Nachbarn.

Für Bernd Sieber, Vorsitzender der Geschäftsführung des GLKN, ist es selbstverständlich, in dieser Notlage den französischen Nachbarn beizustehen. „Es geht um Menschenleben, da spielt die Nationalität für uns keine Rolle“, so Sieber.

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