Impfkampagne in den Gemeinschaftsunterkünften erfolgreich

zwei Personen sitzend während einer Impfung
Die Motivationsgespräche fanden unter den geltenden Hygienemaßnahmen statt. Bildnachweis: Landkreis Konstanz

Durch intensive Aufklärungsarbeit konnte in den Gemeinschaftsunterkünften im Landkreis Konstanz eine Impfquote von insgesamt 64 Prozent erreicht werden.

Für die Impfkampagne rief das Amt für Migration und Integration eine interne Arbeitsgruppe (AG) ins Leben. Die AG beschäftigte sich intensiv damit, wie eine Impfbereitschaft bei den Bewohnerinnen und Bewohnern hergestellt werden kann und somit eine hohe Quote an Impfwilligen erzielt wird.

Eine wichtige Voraussetzung für den erfolgreichen Verlauf des Vorhabens war, dass die Bewohnerinnen und Bewohner möglichst durch Personen aus dem gleichen Kulturkreis oder zumindest in deren Muttersprache ange­sprochen werden. So hat es die AG geschafft, über 30 „Gesundheitspaten“ für dieses Projekt zu gewinnen, deren Aufgabe es war, über das Thema Coronavirus und die Impfung aufzuklären und zur Impfung zu motivieren. Diese Gespräche waren keine gesundheitlichen Beratungen.

Um den Bewohnerinnen und Bewohner möglichst detaillierte Informa­tionen zu vermitteln, wurden die Gesundheitspaten im Vorfeld durch Dr. Stefan Bushuven, Chefarzt des Instituts für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am Gesundheitsverbund des Landkreises Konstanz, geschult. In einem weiteren Schritt erfolgten individuelle gesundheitliche Aufklärungsgespräche durch Ärztinnen und Ärzte vor Ort in den Unter­künften unter Zuhilfenahme von Dolmetschern.

Die Erstimpfungen wurden im Zeitraum vom 14. bis 23. Juni verabreicht. Die Zweitimpfungen finden sechs Wochen darauf statt. Durch die gute Zusammenarbeit und Organisation von Mitarbeitenden in den Unterkünf­ten, den Gesundheitspaten, den Ärztinnen und Ärzten sowie dem Mobilen Impfteam konnte eine hohe Impfbeteiligung erreicht werden. So gelang es, 251 von insgesamt 391 impfberechtigten Personen für eine Impfung zu gewinnen.