Grippe im Landkreis angekommen

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Grippefälle im Landkreis häufen sich. Eine Impfung ist der sicherste Weg, um sich vor einer Ansteckung zu schützen.

In den letzten Tagen haben Grippefälle landesweit in Deutschland und in den benachbarten Schweizer Kantonen deutlich zugenommen. Auch im Landkreis wird zwischenzeitlich von einer Häufung berichtet. Grippewellen kursieren in der Regel über circa acht bis zehn Wochen. Die Monate Januar und Februar sind erfahrungsgemäß besonders betroffen. Doch auch in den Monaten danach ist die Gefahr noch nicht gebannt. Auch die Kindergärten im Landkreis melden, dass die Grippewelle angekommen ist. Eltern sollten erkrankte Kinder zumindest während der Krankheitsphase sowie zwei bis drei Tage darüber hinaus zu Hause lassen. Eine körperliche Schonung ist während des Erkrankungs- und Erholungsprozesses dringend notwendig und hilft Komplikationen zu vermeiden.

Die für Grippe typische Beschwerdesymptomatik beginnt plötzlich, zumeist mit Fieber, trockenem Reizhusten, Muskel- und Kopfschmerzen. Weitere Symptome können allgemeine Schwäche, Schweißausbrüche, aber auch Übelkeit und Erbrechen sowie Durchfall sein. Zu beachten ist jedoch, dass bei weitem nicht alle Influenza-Infizierten so typisch erkranken. Die Krankheitsdauer liegt in der Regel bei fünf bis sieben Tagen, kann aber in Abhängigkeit von Komplikationen und Risikofaktoren auch deutlich länger sein.

Um sich nicht anzustecken, gilt es in erster Linie einen näheren Kontakt zu Erkrankten so gut wie möglich zu vermeiden. Abstand halten zu Personen, die husten und nießen, gehört zu den wichtigsten Regeln. Erkrankte sollten am besten in ihre Ärmel husten und nicht in die Hand oder den offenen Raum. Aber auch die Händehygiene sollte strikt eingehalten werden. Dazu gehört beispielsweise die Hände mehrmals täglich zu waschen und Händeschütteln zu vermeiden.

Der sicherste Weg sich zu schützen, ist die Impfung. Dafür ist es, so auch das Robert Koch Institut, noch nicht zu spät. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Grippe insbesondere für Personen, die bei einer Grippeerkrankung ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende Folgen haben. Dazu zählen Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung durch ein Grundleiden wie zum Beispiel:

  • chronische Krankheiten der Atmungsorgane (inklusive Asthma)
  • chronische Herz- oder Kreislauferkrankungen, Leber- oder Nierenkrankheiten
  • Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten
  • chronische neurologische Krankheiten wie zum Beispiel Multiple Sklerose mit durch Infektionen ausgelösten Schüben
  • angeborene oder später erworbene Störungen des Immunsystems
  • HIV-Infektion

Außerdem gehören zum Personenkreis, denen dringlich eine Impfung empfohlen wird:

  • Menschen, die 60 Jahre und älter sind
  • Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, bei zusätzlichen Gesundheitsrisiken schon ab dem ersten Schwangerschaftsdrittel
  • Bewohner von Alten- oder Pflegeheimen
  • Personen mit stark erhöhtem Risiko sich anzustecken (zum Beispiel Personal in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr oder Beschäftigte im medizinischen Bereich mit Patientenkontakt)
  • Personen mit erhöhter Gefährdung durch direktem Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln