Gesundheitsverbund stellt vier Behandlungsplätze zur Verfügung

Symbolbild Virus
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Aufgrund der prekären Lage in den Krankenhäusern im benachbarten Frankreich erreichte das Land Baden-Württemberg ein Hilfegesuch aus der Region Elsass-Lothringen. An den Klinikstandorten Singen und Konstanz werden je zwei Beatmungsplätze zur Verfügung gestellt.

Aufgrund der prekären Lage im benachbarten Frankreich erreichte das Land Baden-Württemberg ein Hilfegesuch aus der Region Elsass-Lothringen. Die dortigen französischen Krankenhäuser sind an der Grenze ihrer Behandlungskapazitäten für beatmungspflichtige Patientinnen und Patienten angekommen. Viele Patienten wurden bereits mit Hilfe von Militärhubschraubern in Krankenhäuser im Süden des Landes, wo die Lage noch nicht ganz so prekär ist, verlegt. Des Weiteren bittet nun die französische Seite ihren deutschen Nachbarn um Hilfe.

Ministerpräsident Kretschmann hat mittlerweile Elsass-Lothringen die Unterstützung Baden-Württembergs zugesagt und die Krankenhäuser des Landes über das Sozialministerium und die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft bezüglich ihrer Kapazitäten anfragen lassen. Diese Anfrage wurde im Landkreis Konstanz sorgfältig geprüft und im Expertengremium beraten. Der Gesundheitsverbund hat aufgrund seiner zusätzlich geschaffenen Möglichkeiten beschlossen, an den Klinikstandorten Singen und Konstanz je zwei Beatmungsplätze zur Verfügung zu stellen. „Wir helfen unseren französischen Nachbarn gerne“, erklärt Landrat Zeno Danner. Gerade im Landkreis Konstanz, wo aus der französischen Besatzungszeit in Folge des Zweiten Weltkriegs heraus viele freundschaftliche Kontakte zwischen Deutschen und Franzosen entstanden sind und nahezu jede Gemeinde im Landkreis eine französische Partnerstadt hat, „ist es uns ein Herzensanliegen, unseren Freunden jenseits des Rheins zu helfen.“

„Solange wir noch freie Kapazitäten und damit die Möglichkeit haben, halte ich es für selbstverständlich, unseren Nachbarn unsere Unterstützung anzubieten“, bestätigt auch Bernd Sieber, der Vorsitzende der Geschäftsführung des Gesundheitsverbunds Landkreis Konstanz und ergänzt: „In diesen Zeiten zählen mehr denn je der Zusammenhalt und die Solidarität untereinander“.

Die Zusagen werden unter Berücksichtigung der aktuellen Lage zentral geprüft, die Zuweisung erfolgt über das Regierungspräsidium Freiburg.