Geflügelpest: Vorbeugende Biosicherheitsmaßnahmen beachten

Hahn und Hennen
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Die Geflügelpest, auch als hochpathogene Aviäre Influenza bekannt, hat in Norddeutschland schon zahlreiche Wildvögel und auch Nutzgeflügelhaltungen betroffen. Kürzlich wurden auch Ausbrüche bei Wildenten in Bayern festgestellt. Damit erhöht sich das Eintragsrisiko für Baden-Württemberg und insbesondere für den Bodenseeraum.

Es handelt sich bei der Geflügelpest um eine durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit. Hochempfänglich für das Virus sind Hühner und Puten, aber auch anderes Geflügel wie Wachteln, Tauben, Fasane, Perlhühner, Pfaue, Schwäne, Strauße, Emus, Nandus, Gänse, Enten und Wildvögel können erkranken. Die Übertragung von Geflügelpest-Viren erfolgt durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder durch Kontakt mit viruskontaminierten Materialien wie Einstreu, Gerätschaften, Schuhwerk, Kleidung sowie Fahrzeugen. Nach derzeitigen Erkenntnissen ist die Geflügelpest für den Menschen ungefährlich. Der Verzehr von Geflügelfleisch, Eiern und sonstigen Geflügelprodukten ist daher unbedenklich.

Auch wenn die Tierseuche bisher in Bayern nur bei Wildvögeln aufgetreten ist, werden vor dem Hintergrund des herbstlichen Vogelzuges alle Geflügelhalter dazu aufgerufen, vorbeugend die empfohlenen Biosicherheitsmaßnahmen konsequent einzuhalten.

Folgende Biosicherheitsmaßnahmen werden dringend empfohlen:

  • Kontakt zwischen Wildvögeln und Hausgeflügel unbedingt vermeiden
  • Tiere nur an Stellen füttern, die für Wildvögel nicht zugänglich sind
  • Tiere nicht mit Oberflächenwasser tränken, zu dem Wildvögel Zugang haben
  • Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, für Wildvögel unzugänglich bewahren
  • keine Geflügelteile und keine Eierschalen von gekauften Eiern verfüttern
  • erhöhte Tierverluste dem Veterinäramt melden
  • Jäger, die Wildvögel erlegen und gleichzeitig Hausgeflügel halten, sind angehalten, die Hygienemaßnahmen besonders sorgfältig zu beachten
  • Geflügelhaltungen, die bislang nicht beim zuständigen Veterinäramt registriert worden sind, schnellstens nachmelden. Dies gilt auch für Kleinsthaltung

Weitere Informationen unter:

https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/aviaere-influenza-ai-gefluegelpest/
 
https://mlr.baden-wuerttemberg.de/de/unsere-themen/tierschutz-tiergesundheit/tiergesundheit/tierkrankheiten-tierseuchen-zoonosen/vogelgrippe/