Bei Leistungen der Pflegeversicherung auf Fristen achten

Hände übereinander gelegt
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Ansprüche aus der Verhinderungs- und Kurzzeitpflege sind nicht übertragbar und müssen bis zum Jahresende abgerufen werden.

Die Betreuung eines pflegebedürftigen Menschen erfordert sehr viel Kraft und strengt nicht nur körperlich an, sondern bringt auch eine seelische Be­lastung mit sich. Es ist daher sehr wichtig, dass pflegende Angehörige die Pflegeverantwortung zeitweise an andere Personen oder Institutionen abgeben. Denn gesunde, ausgeglichene und erholte Menschen sind besser in der Lage, der Belastung einer Pflege standzuhalten. Neben der Möglich­keit eines Urlaubs können sich pflegende Angehörige auch durch stunden­weise Abwesenheit kleinere Atempausen verschaffen. Die Verhinderungs­pflege kann auch dazu genutzt werden, wichtige Termine oder andere Ver­pflichtungen wahrzunehmen, sich zu erholen oder persönlichen Interessen nachzu­gehen.

Da gerade die Pflege älterer oder kranker Verwandter viel Zeit erfordert, sollte die Möglichkeit einer stundenweisen Verhinderungspflege genutzt werden. Das Budget der Verhinderungspflege bietet dafür Möglichkeiten.
Wenn die Ansprüche aus der Verhinderungs- und Kurzzeitpflege bis zum Jahresende allerdings nicht abgerufen werden, verfallen diese. Sie lassen sich nicht übertragen.

Eine detaillierte, auf die persönliche Situation zugeschnittene Beratung erhalten Interessierte von den Mitarbeitenden des Pflegestützpunktes. Das Sekretariat ist unter der Telefonnummer 07531 800-2673 erreichbar und vermittelt an die zuständigen Fachberater weiter.