Aktuelles zum Regionalbusverkehr

Foto: pixabay

Seit drei Wochen gilt das neue Angebot im Regionalbusverkehr des Landkreises Konstanz. Beschwerden der Fahrgäste wurden nun ausgewertet und Brennpunkte identifiziert. Besonders betroffen ist unter anderem die Linie 400 von Singen nach Stockach.

Die Auswertung der mittlerweile beim Landratsamt eingegangenen circa 2.000 Beschwerden hat ergeben, dass Probleme auf verschiedenen Strecken auftreten. Dabei zeichnen sich Brennpunkte ab, wie beispielsweise die Linie 400 von Singen nach Stockach. Unter den Meldungen befinden sich viele Dopplungen, weshalb eine statistische Darstellung der Beschwerden sehr komplex und zeitintensiv ist. Die Auswertung der Linie 400 von Singen nach Stockach soll aber beispielhaft ein Eindruck der aktuellen Situation an manchen Orten verschaffen. Weitere Brennpunkte wie die Linie 200 auf der Höri sind in Bearbeitung.

Auf der Linie 400 sind besonders die Schulen in Eigeltingen und Stockach betroffen. Bis zum 21. Januar 2020 wurden 107 Fahrtausfälle und 63 Verspätungen gemeldet. Weitere Hinweise betrafen mangelnde Ortskenntnis, nicht vorhandene oder falsche Richtungsanzeigen, zu frühe Abfahrten, Beschwerden über den Buszustand und ein falscher oder fehlender Fahrplanaushang. Als Ursache für viele Probleme wurden unter anderem fehlende Strecken- und Sprachkenntnisse oder Schwierigkeiten beim Bedienen der Technik genannt.

Besser läuft es im Raum Tengen / Engen, wobei es auch hier noch Verbesserungsbedarf gibt. Ohne nennenswerte Vorkommnisse sind die Linien, die von der Firma Behringer bedient werden sowie der Bedarfsverkehr der Firma Schmidbauer / Fecht. Um auf den besonders betroffenen Linien der Firma Klink eine Besserung zu erzielen, befindet sich das Landratsamt mit der Firma in ständigem Austausch. Schwachstellen werden identifiziert und Lösungen gesucht.

Insgesamt zeichnen sich erste Verbesserungen ab, da beispielsweise die Fahrer mittlerweile die Strecken besser kennen und das Landratsamt mit Technikschulungen aushilft. Zudem werden Fahrwege und Fahrpläne gegebenenfalls den Erfordernissen angepasst. Zu beobachten ist außerdem, dass sich der Inhalt der Anrufe und Schreiben verändert. Waren es zu Beginn hauptsächlich Beschwerden über Fahrtausfälle oder mangelnde Streckenkenntnis, kommen nun vermehrt Verbesserungsvorschläge, die gerne aufgenommen und geprüft werden.

Das Landratsamt bedauert den misslungenen Start und hat alle Schritte unternommen, dass sich die Verhältnisse weiter verbessern beziehungsweise einen „Normalzustand" erreichen. Dazu gehört insbesondere auch der ständige Kontakt mit der Firma Klink, in deren Bereich es die größten Probleme gibt, die dringend einer dauerhaften Abhilfe bedürfen. Das betrifft vor allem den Schülerverkehr. Wie bereits erwähnt, wird die dafür verantwortliche Firma weit über die vertraglichen Vereinbarungen hinaus vom Landratsamt zum Beispiel durch Technikschulungen unterstützt.

Ein besonderer Dank gilt insbesondere den Schulen, den Gemeinden und auch den Eltern, die unterstützend tätig sind. Alle Betroffenen werden darum gebeten, Mängel auch künftig zeitnah zu melden, damit die Schwachstellen dauerhaft behoben werden können.