Aktuelles zum Coronavirus im Landkreis

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Derzeit gibt es im Landkreis Konstanz keinen bestätigten Krankheitsfall einer Coronavi­reninfektion. Das Robert-Koch-Institut hat die Risikogebiete ausgeweitet, sodass nun unter anderem die ganze Region Lombardei betroffen ist. Daraus ergibt sich eine erhöhte Zahl an möglichen Verdachtsfällen, die getestet werden. Alle bestätigten Fälle werden über das Ministerium für Soziales und Integration kommuniziert.

Im Landkreis werden drei Informations- und Diagnostik-Zentren (IDZ) eingerichtet, um Abstriche für Proben zu entnehmen. Am Krankenhaus in Singen wurde ein IDZ bereits in Betrieb genom­men. Es befindet sich außerhalb der Klinik, um Ansteckungen zu vermeiden. Nach ärztlicher Überweisung können dort Abstriche für anschließende Laborun­tersuchungen genommen werden. Auch in Radolfzell im Gesund­heitsamt wurden separate Räumlichkeiten dafür eingerich­tet. Ab Montag wird es voraussichtlich auch eine entsprechende Einrich­tung am Klinikum Konstanz geben.
 
Das Labor Blessing hat seine diagnostischen Kapazitäten von 20 auf 70 Proben pro Tag erhöht. Ab Anfang nächster Woche wird auch das Labor Brunner Tests für Coronavireninfektionen durch­führen. Dort werden pro Tag bis zu 200 Proben möglich sein.
 
Das Landratsamt weist weiterhin darauf hin, dass vermeintlich betroffene Personen sich zunächst telefonisch an ihren Hausarzt wenden sollen. Dieser setzt sich anschließend mit dem Gesund­heitsamt in Verbindung, um das weitere Vorgehen abzuklären. Betroffene sollen keinesfalls ohne telefo­nische Voranmeldung in die Notaufnahme oder Arztpraxen gehen.

Risikogebiete sind Gebiete, in denen eine fortgesetzte Übertra­gung von Mensch zu Mensch vermutet werden kann. Diese wurden tagesaktuell angepasst. Aktuelle Risikogebiete sind die chinesische Provinz Hubei inklusive der Stadt Wuhan sowie die Städte Wenzhou, Hangzhou, Ningbo, Taizhou in der chinesischen Provinz Zhejiang; die Provinz Ghom im Iran, in Italien die Region Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien; in Südkorea die Provinz Gyeongsangbuk-do.
 
Die Dynamik der Ereignisse lässt sich momentan als rasant beschreiben. Das Landratsamt empfiehlt daher, sich regelmäßig auf der Seite des Robert-Koch-Instituts zu informieren, die mehrmals täglich aktualisiert wird: www.rki.de