Interkulturelles Fitnesstraining für Ehrenamtliche

Von links: Annette Zeller, Pflegestützpunkt, Adelheid Freisinger, Ella v. Briel, Jürgen Kaltenbach, Kerstin Kuhny, Christine Greuter,Christa Aubele, Barbara Holtmann, Elfriede Rossel, Erwin Weichert, Shu Jiuan Widmann, Gabriele Freienstein, Miriam Macak, Referentin, Vordere Reihe von links: Heike Strate, Annette Breitsameter-Grössl, Fachstelle für BE, Martina Kloss, Pflegestützpunkt.
Bild: Landratsamt Konstanz

„Das Eigene im Fremden und das Fremde im Eigenen erkennen“, so eröffnete Annette Breitsameter-Grössl von der Fachstelle für Bürgerschaftliches Engagement im Landkreis die interkulturelle Schulung für ehrenamtliche Pflegelotsen, Lernbegleiter und Sprachmittler am 21. Februar 2019 im Pflegestützpunkt Radolfzell.

Ziel des Seminars war es, Wege aufzuzeigen, wie man erfolgreich mit Menschen im interkulturellen Alltag kommunizieren kann, sich dabei mit wertschätzender Aufmerksamkeit der eigenen und der anderen Kultur nähert um zukünftig mehr Verständnis für kulturelle Unterschiede im Alltag zu entwickeln. Voraussetzung dafür ist die Kenntnis über die eigenen kulturellen Prägungen, Erwartungen und Selbstverständlichkeiten. Und zu entdecken, dass die eigene Kultur nur eine von vielen ist.

Es sind die Einstellungen und Haltungen zu uns selbst, zu anderen Personen, zum Thema von Teilhabe und Abgrenzung, zum Verhältnis von Nähe und Distanz, zur Frage von Konsens oder Konflikt, die unsere individuelle Lebenswelt prägen. Jede Kultur
hat ihre eigenen Normen und Verständigungssymbole, eine große Anzahl "ungeschriebener Gesetze", hinter denen Werte stehen, die als selbstverständlich angesehen werden und die uns zu dem machen, was wir sind. Auch unsere Körpersprache spricht, aber
eben anders. Augenkontakt, Küsschen rechts, Küsschen links, Shakehands oder bloßes Kopfnicken, alles hat seine Bedeutung, gilt aber nicht für jeden. Kurzum: Alle Menschen sind nicht gleich! Gestik und Mimik gibt es nicht nur „Made in Germany“.

Das interkulturelle Training zielt daher nicht auf die Verleugnung oder Vermeidung kulturgebundener Verhaltensweisen und Wertvorstellungen sondern auf deren Wahrnehmung und Berücksichtigung. Das Abendseminar wurde von Miriam Mačak, Fachfrau für Antidiskriminierung und Extremismusprävention aus dem benachbarten Bodenseekreis durchgeführt und von allen Teilnehmern als Kompetenzerweiterung sehr geschätzt. Gefördert wurde es aus Mitteln des Ministeriums für Soziales und Integration.

Weitere Informationen zu den Pflegelotsen und Sprachmittlern erhalten Sie bei Annette Breitsameter-Grössl von der Fach- und Projektstelle für Bürgerschaftliches Engagement des Landratsamtes Konstanz, Tel.: 07531 800-1783, E-Mail: annette.breitsameter-groessl@LRAKN.de.

Weitere Informationen zu den Lernbegleitern erhalten Sie bei: Kerstin Schulz, Jugendarbeit, Individuelle Lernbegleitung 07531 800-2071, E-Mail: kerstin.schulz@LRAKN.de