Gesundheitsamt empfiehlt Grippeschutzimpfung

Mit Beginn der kälteren Jahreszeit startet auch wieder die Grippesaison. Zum Schutz vor einer Ansteckung empfiehlt das Gesundheitsamt des Landratsamtes Konstanz eine Grippeschutzimpfung.

Die für eine Grippe typische Beschwerdesymptomatik beginnt plötzlich, zumeist mit Fieber, trockenem Reizhusten, Muskel- und/oder Kopfschmerzen. Weitere Symptome können allgemeine Schwäche, Schweißausbrüche, aber auch Übelkeit/Erbrechen und Durchfall sein. Zu beachten ist jedoch, dass bei weitem nicht alle Influenza-Infizierten so typisch erkranken. Die Krankheitsdauer liegt in der Regel bei fünf bis sieben Tagen, kann aber in Abhängigkeit von Komplikationen und Risikofaktoren auch deutlich länger sein.

Um einer Ansteckung aus dem Wege zu gehen, ist ein näherer Kontakt zu Erkrankten, soweit möglich, zu vermeiden. Abstand halten zu Personen, die husten und niesen, gehört hier zu den wichtigsten Empfehlungen. Wer selbst erkrankt ist, sollte am besten in die eigene Armbeuge husten – nicht in die Hand und nicht offen in den Raum. Die Grippeerreger können sich aber auch indirekt durch Kontakt über kontaminierte Hände wie z. B. beim Händeschütteln verbreiten. Eine Händehygiene gilt es daher strikt einzuhalten. Während der Grippezeit ist es ratsam, mehrmals täglich die Hände zu waschen sowie übermäßiges Händeschütteln zu vermeiden.

Verlässlichen Schutz vor einer Ansteckung bietet allerdings nur eine Grippeschutzimpfung. Die beste Zeit zur Impfung ist jetzt, um noch rechtzeitig einen Schutz vor Beginn der ersten Grippewellen zu erhalten.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Grippe vorrangig den Personen, die bei einer Grippe-Erkrankung ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende Folgen haben.

Zu den Personen, denen die STIKO dringlich eine Impfung empfiehlt, gehören:

  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung durch ein Grundleiden wie zum Beispiel:
    - chronische Krankheiten der Atmungsorgane
    - chronische Herz- oder Kreislauferkrankungen, Leber- oder Nierenkrankheiten
    - Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten
    - chronische neurologische Krankheiten wie z. B. Multiple Sklerose mit durch Infektionen ausgelösten Schüben
    - angeborene oder später erworbene Störungen des Immunsystems
    - HIV-Infektion
  • Menschen, die 60 Jahre und älter sind
  • Bewohner von Alten- oder Pflegeheimen
  • Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, bei zusätzlichen Gesundheitsrisiken schon ab dem ersten Schwangerschaftsdrittel
  • Personen mit stark erhöhtem Risiko, sich anzustecken (z. B. Personal in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr oder Beschäftigte im medizinischen Bereich mit Patientenkontakt)
  • Personen mit erhöhter Gefährdung durch direktem Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln
  • Kontaktpersonen von Risikopatienten, bei denen mit einer reduzierten Wirksamkeit von Grippeimpfungen zu rechnen ist, wie z. B. bei Dialysepatienten oder Patienten mit Immunschwäche