Auftreten einer Erkrankung an offener Tuberkulose bei einem Schulkind in Konstanz

Gesundheitsamt des Landkreises Konstanz

Bei einem in Konstanz wohnhaften Schulkind wurde eine offene Lungentuberkulose festgestellt. Das Gesundheitsamt des Landkreises ermittelt und kontaktiert derzeit engere Kontaktpersonen, um diese im Anschluss auf eine mögliche Ansteckung hin zu untersuchen und eine Weiterverbreitung der Tuberkulose zu verhindern. Infrage kommen vor allem nahe Angehörige, Freunde und Mitschüler.

Die Lungentuberkulose wird durch Bakterien ausgelöst und durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Die Ansteckungsfähigkeit des Erregers ist im Vergleich zu der einer Grippe aber deutlich geringer. Ob es letztlich zu einer Ansteckung kommt, hängt u.a. davon ab, wie lange und intensiv ein Kontakt mit der erkrankten Person stattgefunden hat. Gefährdet sind die Personen, die einen längeren Zeitraum zusammen mit dem Erkrankten in einem Raum verbracht haben. Eine Übertragung des Erregers durch gelegentliche Kontakte oder Kontakte im Freien findet in der Regel nicht statt.

Die Lungentuberkulose ist eine sich zumeist langsam entwickelnde Erkrankung. Nach einer Ansteckung kommt es häufig erst nach einigen Monaten, manchmal auch erst nach Jahren zu einer manifesten Erkrankung, die sich durch lange anhaltenden Husten, Fieber, Nachtschweiß, Kräfte- und Gewichtsverlust kennzeichnet. Die Erkrankung ist in der Regel heilbar. Zur Behandlung der Erkrankung stehen wirksame Medikamente zur Verfügung.

Weitere Hintergrundinformationen zum Wesen der Erkrankung und dem Vorgehen bei Umgebungsuntersuchungen zu an offener Tuberkulose erkrankten Personen finden Sie unter:
www.dzk-tuberkulose.de/patienten
www.explaintb.org
www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/tuberkulose