Null Toleranz bei Gewalt gegen Frauen

mehrere Personen stehen vor Bildern
Im Rahmen des internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen wird in der Bodenseehalle des Landratsamtes in Konstanz die Wanderausstellung „Wenn ich groß bin, schlag ich zurück“ gezeigt. Landrat Zeno Danner, Gleichstellungsbeauftragte im Landkreis Konstanz Petra Martin-Schweizer und Regina Brütsch von der Arbeiter­wohlfahrt Kreisverband Konstanz (v. l. n. r.) laden alle Interessierten am Montag, 14. November um 18 Uhr zur Vernissage ins Landratsamt Konstanz, Benediktinerplatz 1, ein.
Bildnachweis: Landratsamt Konstanz

Am 25. November ist der internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Rund um diesen Gedenk- und Aktionstag laden auch im Landkreis Konstanz Akteurinnen und Akteure zu Veranstaltungen ein. Auftakt bildet die Vernissage zur Ausstellung „Wenn ich groß bin, schlag ich zurück“, am 14. November um 18 Uhr im Landratsamt in Konstanz.

„Wenn ich groß bin, schlag ich zurück“ ­­– so lautet der Titel einer Wander­ausstellung des Frauen- und Kinderschutzhauses Konstanz, die in der Bo­denseehalle des Landratsamtes Konstanz vom 15. November bis 2. Dezem­ber 2022 zu sehen ist. Vernissage ist am Montag, 14. November um 18 Uhr. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.

Ausgestellt werden grafisch umgesetzte Aussagen von Kindern, auch gemal­te Bilder und gebastelte Modelle, die im kunsttherapeutischen Angebot des Frauen- und Kinderschutzhauses von Kindern im Alter von vier bis dreizehn Jahren entstanden sind. Der Titel der Ausstellung entstammt dem Satz ei­nes Kindes, der dokumentiert, welche Rolle Gewalt in seinem Leben spielt: „Wenn ich groß bin, schlag ich zurück“. Die Ausstellung wurde in Zusam­menarbeit mit der Kunsttherapeutin Susanne Rodler, Mitarbeiterinnen der Einrichtung und der Grafikerin Leyla Mundjehasic konzipiert.

„Laut Statistik des Bundekriminalamtes nahm im Jahr 2021 die Zahl der von Gewalt betroffenen Kinder weiter zu. Dies ist angesichts sinkender Strafta­ten insgesamt besonders besorgniserregend. Kinder sind Opfer sexualisier­ter und körperlicher Gewalt. Strafrechtlich und statistisch nicht erfasst sind die vielen Kinder und Jugendlichen, die Gewalt zwischen ihren Eltern miter­leben müssen. Sie sind ebenfalls Opfer häuslicher Gewalt und müssen ge­schützt und begleitet werden. Das Frauen- und Kinderschutzhaus Kon­stanz bietet für Kinder wöchentlich Kunsttherapie im Atelier von Susanne Rodler an, die komplett aus Spendenmitteln finanziert wird“, so Regina Brütsch von der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Konstanz, Trägerin des Konstanzer Frauen- und Kinderschutzhauses.

Die Gewalt gegen Frauen in den verschiedensten Formen bleibt in Deutsch­land in den vergangenen Jahren konstant hoch. Mädchen und Frauen erle­ben Gewalt unabhängig davon, woher sie kommen, wie alt sie sind oder welchen Bildungsgrad und sozialen Status sie haben. „Das Thema benötigt nach wie vor die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und betroffene Frauen benötigen Menschen, die in ihrem Umfeld hin- statt wegsehen – die Dunkelziffer ist zu hoch“, so die Gleichstellungsbeauftragte im Landkreis Konstanz Petra Martin-Schweizer.

Sie ist auch Ideengeberin der Veranstaltung in Singen „Innehalten ­Zusam­menhalten". Am 25. November um 17 Uhr sind Personen aller Nationali­täten, Religionen, Menschen in verschiedensten Lebenslagen herzlich ein­geladen, auf dem Herz-Jesu Platz ein Zeichen gegen den Krieg und die damit einhergehende sinnlose Gewalt setzen. „Wir tun dies auch für all die Frau­en, die in unserem Land jeden Tag physischer und psychischer, zum Teil lebensbedrohender Gewalt ausgesetzt sind", so Ute Seifried, Bürgermeiste­rin der Stadt Singen.

Am 25. November laden das Frauen- und Kinderschutzhaus Konstanz und die Gleichstellungsbeauftragte Betroffene und Fachkräfte von zehn bis 13 Uhr zu einem Online-Workshop zu digitaler Sicherheit ein. Referentin ist Cordelia Moore, Beraterin zu geschlechtsspezifischer digitaler Gewalt. Weitere Informationen und die Zugangsdaten gibt es unter gleichstellung@LRAKN.de.

Im gesamten Landkreis sind über den ganzen Monat November an vielen Standorten Großplakate zu „Null Toleranz bei Gewalt gegen Frauen“ zu sehen, ebenso in den regionalen Bussen im Landkreis. Dies ist eine Aktion des Landkreis Konstanz in Kooperation mit Sicherer Landkreis e.V. als Zeichen, dass der Landkreis keine Gewalt gegen Frauen akzeptiert.

Überregionale Hilfestellen für Mädchen und Frauen und Hilfestellen im Landkreis Konstanz, Informationen zum Thema und zu Veranstaltungen rund um den Aktionstag sind auf www.LRAKN.de/nulltoleranz oder auf Anfrage unter gleichstellung@LRAKN.de erhältlich.