Ausbruch der Equinen Infektiösen Anämie (EIA) bei zwei Freizeitpferden aus Engen im Landkreis Konstanz

Das Landratsamt Konstanz (Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen) hat am 10.08.2017 bei zwei Pferden in Engen-Anselfingen die „Ansteckende Blutarmut der Einhufer“ festgestellt. Um den betroffenen Betrieb wurde ein Sperrbezirk eingerichtet, in dem besondere tierseuchenrechtliche Verpflichtungen gelten. So sind sämtliche Einhufer (z.B. Pferde, Esel) aufzustallen. Auch dürfen die Tiere ohne Genehmigung der Veterinärbehörde nicht aus dem Sperrbezirk gebracht werden.

Auf den Menschen kann das Virus nicht übertragen werden.
 
Ergänzende Informationen:
Die Infektiöse Blutarmut der Einhufer ist weltweit verbreitet, tritt in Deutschland aber eher selten auf. Die Virusübertragung zwischen den Tieren erfolgt hauptsächlich durch blutsaugende Insekten wie Bremsen und Stechfliegen.

Erkrankte Tiere zeigen oft nur allgemeine Symptome. Dazu zählen blasse Schleimhäute, Schwäche, Gewichtsverlust, Fieber oder Futterverweigerung, außerdem Fehlgeburten und unkontrollierte Bewegungen. Tiere könnten auch symptomlos erkranken und so unerkannt die Krankheit auf andere Pferde übertragen.

Die Erkrankung ist unheilbar. Eine Therapie oder auch Impfung ist weder möglich noch erlaubt. Deshalb ist in Deutschland die Tötung infizierter Tiere vorgeschrieben.

Tiere mit unklaren Krankheitszeichen (z.B. therapieresistentes Fieber, Apathie) sollten sofort dem Hoftierarzt vorgestellt werden. Bei Seuchenverdacht muss das Landratsamt Konstanz, Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen, informiert werden.

Die Sperrmaßnahmen dürfen frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden, wenn eine Wiederholungsuntersuchung aller Pferde im Sperrbezirk stattgefunden hat und die Befunde negativ waren.

Die Allgemeinverfügung, mit der der Sperrbezirk festgelegt wurde, ist im Internet auf der Homepage des Landratsamts Konstanz unter www.lrakn.de (Amtliche Bekanntmachungen) einzusehen.

Rückfragen bitte an:
Landratsamt Konstanz
Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen
Telefon: 07531/800-2099