Gleichstellungsbeauftragte im Landkreis Konstanz

Die Gleichstellungsbeauftragte informiert und berät bei allen Fragen der Chancengleichheit im Landkreis Konstanz. Sie ist Ansprechpartnerin für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Landratsamt rund um das Thema Chancengleichheit.

  • Erstellen und Evaluation des Chancengleichheitsplans
  • Begleitung bei Neueinstellungen
  • Beratung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Thema Gleichstellung
  • Projekte und Maßnahmen zur familienfreundlichen Verwaltung (Vereinbarkeit Familie, Pflege und Beruf)
  • Chancengleichheit als durchgängiges Leitprinzip

Auch in den Städten und Gemeinden des Landkreises ist die Gleichstellungsbeauftragte aktiv. Zu den zentralen Aufgaben gehören die Sensibilisierung für die Gleichstellung in allen kommunalen Bereichen, insbesondere in Beruf, öffentlichen Leben, Bildung, Familie und sozialer Sicherheit. Hierzu gehören die Bildung und Stärkung von Netzwerken und das Initiieren von Veranstaltungen.

Weitere Themen bewegen in der Gleichstellung

Politik

Viele Frauen haben eine eigene Sichtweise und Meinung, gerade wenn es um kommunale Anliegen geht. Dennoch sind Frauen in der Politik unterrepräsentiert. Die Gründe dazu sind vielfältig.
Frauen können in ihrer Doppelfunktion als Betroffene und Expertinnen für Modelle, Familie und Berufstätigkeit unter einen Hut zu bringen, politisch einiges bewegen, aber zurzeit sind im Landkreis nur ca. 25 % der Gemeinderatsposten mit Frauen besetzt.


Wirtschaft und Beruf

Frauen sind berufstätig und im Job erfolgreich. Heute schließen mehr junge Frauen als Männer die Schule mit dem Abitur ab und absolvieren ein Hochschulstudium. Der Frauenanteil bei den Selbstständigen steigt stetig. Die Wirtschaft wird sich angesichts der demografischen Veränderung und des Fachkräftemangels auf die Bedürfnisse weiblicher Profis einstellen. Die Spitzenpositionen sind mit 25 % in Baden Württemberg noch sehr gering besetzt. Gemischte Teams und soziale Vielfalt erhöhen den wirtschaftlichen Erfolg. Berufstätige Frauen, die eine Kinderbetreuung geregelt haben, bringen oft eine hohe Motivation, Leistungsfähigkeit und hohe Arbeitszufriedenheit mit.
Die Gleichstellungsbeauftragte unterstützt Existenzgründerinnen.


Familie

Welche Punkte können Unternehmen und öffentliche Verwaltungen andenken? Betriebliche Kinderbetreuung, Teilzeitmodelle, flexible Arbeitsorte und -zeiten, familiengerechte Abläufe in der Arbeitsorganisation, Wiedereinstiegsprogramme für Beschäftigte in der Eltern- oder Pflegezeit erleichtern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Für Alleinerziehende stellt die Vereinbarkeit von Beruf und Kindern ein massives Problem dar, was sich auch in der finanziellen Situation der Ein-Eltern-Familien niederschlägt.


Gesundheit

Eine Betrachtung unterschiedlicher Lebenslagen, Lebensstile und Gesundheitsprobleme von Mann und Frau erfordert eine geschlechtsspezifische Gesundheitsförderung. Von Diagnoseverfahren bis zu geeigneten Therapien und Medikamenten muss auch die Forschung und die Pharmaindustrie ihre Medizin in allen Bereichen umsetzen.
Gerade bei Herzproblemen, Depressionen und vielen anderen Krankheitsbildern spielt das Geschlecht eine größere Rolle als bisher angenommen. Krankheitssymptome unterscheiden sich bei Mann und Frau, Erkrankungen nehmen einen anderen Verlauf. Frauen erleiden im Schnitt 10 Jahre später als Männer einen Herzinfarkt, dafür ist dieser sehr oft tödlich, um nur ein Beispiel zu nennen.


Gender Mainstreaming

Bei allen gesellschaftlichen Vorhaben müssen die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern berücksichtigt werden, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt. Dies verlangt eine durchgängige Gleichstellungsorientierung und das Erfassen von Geschlechtermerkmalen über den „kleinen Unterschied“ hinaus.


Hilfsmaßnahmen für Frauen

Gewalt gegen Frauen
Frauen mit Behinderung
Frauen mit Migrationshintergrund



Eine gute Vernetzung in Arbeitskreisen, Vereinen und Interessengruppen sowie Veranstaltungen und Projekte zielen u.a. darauf ab, in allen gesellschaftlichen und politischen Bereichen die Kompetenz zu vermitteln, um geschlechtsspezifisch zu analysieren, zu konzipieren und zu handeln.

Kontakt

Petra Martin-Schweizer

Landratsamt Konstanz
Benediktinerplatz 1
78467 Konstanz

Gleichstellungsbeauftragte:
Petra Martin-Schweizer
Tel.: 07531 800-1363
Mobil: 0176 1800 1570
petra.martin-schweizer@LRAKN.de

Weitere Informationen und Links

  • Frauenwegweiser
  • Publikationen (in Vorbereitung)
  • Projekte und Veranstaltungen (in Vorbereitung)