Abgasnachuntersuchung für Boote

Zugelassene Boote auf dem Bodensee sind nach der ersten Zulassung in bestimmten Zeitabständen erneut zu untersuchen (Nachuntersuchung). Die Fristen für die Nachuntersuchung betragen drei Jahre. Die zuständige Behörde kann in besonderen Fällen andere Fristen für die Nachuntersuchung festsetzen.

Bei der Nachuntersuchung, Sonderuntersuchung oder Untersuchung von Amts wegen sind Otto- und Dieselmotoren der Abgasstufe I und II einer äußeren Besichtigung zu unterziehen; bei Ottomotoren sind zusätzlich mit typengeprüften und geeichten Abgasprüfgeräten die in den Abgasen enthaltene Konzentrationen an Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffen und Kohlendioxid sowie die Drehzahl zu messen. Die Messung ist bei stillstehendem Fahrzeug mit betriebswarmen Motor im Leerlauf durchzuführen. Die Referenzwerte der Abgastypenprüfbescheinigung dürfen bei der Nachuntersuchung, Sonderuntersuchung oder Untersuchung von Amts wegen nach der Anlage C nicht überschritten werden.
Bei Otto- und Dieselmotoren kann die Überprüfung sämtlicher abgasrelevanter Systeme verlangt werden. Wenn abgasrelevante Bauteile plombiert sind und eine Bestätigung über die Durchführung der erforderlichen Wartungsarbeiten vorliegt, kann auf eine Prüfung dieser Bauteile verzichtet werden.

Die Abgasnachuntersuchung ist von einer anerkannten Fachwerkstatt durchzuführen.
Eine Liste der anerkannten Fachwerkstätten kann unter schifffahrt@LRAKN.de angefordert werden.
Das Ergebnis der Untersuchung ist der Behörde schriftlich zu bestätigen. Dies erfolgt über ein Prüfprotokoll. Das Prüfprotokoll ist bei der Bootsabnahme dem technischen Sachverständigen vorzuzeigen.